Iggingen kann weiter schuldenfrei wirtschaften

+
Iggingen aus der Vogelperspektive.

Wo Energie gespart werden kann und welche positiven Überraschungen der Haushalt bereithält.

Iggingen. Im Igginger Baugebiet „Sonnen-Halden III“ wurden bereits 27 der 32 Bauplätze vergeben. „Die Nachfrage ist immer noch hoch, von Ortsansässigen, aber auch Auswärtigen“, sagte Uta Haering von der Verwaltung in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Einstimmig befürwortete das Gremium, im Oktober die Interessentenliste für sechs bis acht Wochen erneut zu öffnen, danach soll keine Bewerbung mehr möglich sein. Die Auswahlkriterien bleiben gleich - unter anderem Familienstand, Kinder und Hauptwohnsitz. Die Vergabe soll im Januar erfolgen.

Über mögliche Energiesparmaßnahmen informierte Bürgermeister Klemens Stöckle. Eine weitere Abstimmung der Ostalbgemeinden soll es am 10. Oktober geben. Diskutiert wurde über Einsparungen bei der Straßenbeleuchtung. Ab 22 Uhr gibt es in der Gemeinde bereits eine Nachtabsenkung. Rund 130 000 Kilowattstunden verbraucht die Beleuchtung pro Jahr, mit dem Einbau von LED-Leuchten konnte der Verbrauch um rund 30 000 Kilowattstunden gesenkt werden. „Es besteht nach wie vor ein großes Energieeinsparpotenzial“, so Stöckle. Mit der Firma Netze ODR bestehe jetzt ein Wartungsvertrag, um alle Leuchten digital aufzunehmen und zu prüfen. Von den rund 600 Straßenlampen seien etwa ein Viertel LED-Leuchten. Ziel sei es, alle Lampen mit LED auszustatten. „Über das Bundes-Förderprogramm 'Nationale Klimaschutzinitiative' können für diese Maßnahmen 25 bis 40 Prozent Zuschuss beantragt werden.“

Erfreuliche Entwicklung

Verbandskämmerer Stefan Schürle legte den Finanzzwischenbericht vor. Der Haushalt 2022 verlaufe planmäßig. Erfreulich entwickle sich die Gewerbesteuer, die sich gegenüber dem Planansatz auf 895 000 Euro verdoppelt habe. „Der Ergebnishaushalt hat dadurch mit 423 000 Euro ein positives Ergebnis und die geplante Kreditaufnahme von 200 000 Euro wird nicht erforderlich sein“, sagte Schürle. Die Gemeinde sei im vierten Jahr schuldenfrei und der positive Ergebnishaushalt bedeute Liquidität für Investitionen im laufenden Haushaltsjahr. Bei rund 1,4 Millionen Euro liegt der Finanzierungsbedarf für Projekte wie Amtshaus, Teilsanierung der Hohenstaufenstraße, Erweiterung des Waldkindergartens oder Straßenbeleuchtung im Baugebiet Sonnen-Halden III. Allerdings: „Wir wissen nicht, wohin die Reise geht und müssen eventuell den Gürtel enger schnallen“, sagte Schürle. Große Investitionen sind für die nahe Zukunft geplant: Erschließung des Gewerbegebiets „Lachenwiesen VIII“, Erweiterung und Sanierung der Grundschule, Neubau des Feuerwehrgebäudes und Modernisierung der Kläranlage.

Zum Breitbandausbau konnte mit dem Ingenieur-Büro Geo-Data aus Westhausen im August der Förderantrag für das „Graue-Flecken“-Programm gestellt werden. Zu Planungs- und Ingenieurleistungen für den weiteren Breitbandausbau in der Gemeinde gab es eine beschränkte Ausschreibung. Diese Woche ist das Vergabegespräch mit mehreren Bewerbern, der Auftrag soll gleich vergeben werden. Ute ⋌Betz

Zurück zur Übersicht: Schwäbischer Wald

Kommentare