Historisches Iggingen: Rundgang durch die Ortsgeschichte

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Markus Stegmaier und Helmut Schauaus wollen einen historischen Rundweg auf die Beine stellen.
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Helmut Schauaus und Markus Stegmaier wollen mit Hinweisschildern an verschiedenen Standorten das historische Iggingen erlebbar machen. Im Sommer 2022 soll der Rundweg fertig sein.

Auf eine lange Geschichte kann die Gemeinde Iggingen zurückblicken. Im Jahr 855 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt, im 12. Jahrhundert bauten die Ritter von Uckingen sogar eine Burg. Die spannende Historie hat bereits Wolfgang Wilhelm in seinem Heimatbuch zusammengefasst. es ist ein Buch, der bei manchen Iggingern im Bücherschrank steht, aber nicht bei allen, wie Markus Stegmaier und Helmut Schauaus festgestellt haben.

„Eine tolle Bereicherung“

„Es ist sehr schade, dass die Geschichte ihres Heimat- oder Wohnortes vielen heute gar nicht mehr bekannt ist“, finden die beiden. Darum ist im Herbst 2020 die Idee ihres Projekts entstanden. „Ein Rundweg um Iggingen mit Infos zur Ortsgeschichte wäre sicher eine tolle Bereicherung“, finden die beiden gebürtigen Igginger. Viele Stunden haben sie in ihrer Freizeit recherchiert, haben intensiv das Wilhelmsche Heimatbuch gelesen, sind im Internet oder im Stadt- und Landesarchiv in die Ortsgeschichte eingetaucht.

Jetzt ist das erste Hinweisschild mit dem Thema „Ritter und Burgen“ fertig. Am Burgweg soll es aufgestellt werden - einen Meter groß das Hauptschild mit vielen Infos, Fotos und Grafiken, darunter ein kleineres Standortschild, auf dem der Rundweg mit weiteren Stationen abgebildet ist. „Eine super Idee“, war die einhellige Meinung des Gemeinderats nach der Präsentation des ersten Plakats. Mit im Boot sind weitere Igginger: Für die Grafik und die Gesamtherstellung ist GWP Foto+Verlag zuständig, die Arbeiten für das Edelstahlgerüst übernimmt Daniel Schöttle. Die Kosten liegen bei gut 700 Euro je Schild.

Geplant sind zwölf Themen, eventuell sollen manche Themen auch zusammengefasst werden. In Arbeit ist bereits Schild Nummer zwei, das an der Zimmerhalde südlich des Ortes über den Limes informieren wird. Der Höhenrücken mit der Hexenheide, die Pfalzgasse mit dem ehemaligen Gasthaus Krone, das Amtshaus, der Kotteler oder das Schulhaus: Spannendes, Bekanntes oder Unbekanntes wird dann den Wanderern und Spaziergängern die Igginger Geschichte nahebringen. Helmut Schauaus, Hauptschullehrer in Abtsgmünd und Mitglied des Gemeinderats und Markus Stegmaier, lange Jahre im Igginger Gemeinderat, bei Bosch tätig und begeisterter Hobby-Fotograf, haben sich immer schon für die Vergangenheit ihres Heimatortes interessiert. Mit ihrem Projekt wollen sie diese auch künftig nicht in Vergessenheit geraten lassen.

Auch die jüngere Generation soll angesprochen werden. „Auf jedem Schild gibt es eine Info speziell für Kinder, die mit einem Pfau gekennzeichnet ist“, erzählen sie. Eine Idee etwa für Schulklassen, die bei einer kleinen Wanderung Igginger Geschichte lernen können.

Wenn alle Hinweistafeln fertig sind, soll der Rundweg eingerichtet werden. Markus Stegmaier und Helmut Schauaus haben den Sommer 2022 als „ambitioniertes Ziel“ im Blick.

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