Kleines Iggingen als Weihnachtsgruß

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Stolz präsentieren die Drittklässler mit Rektorin Sabine Schimo-Zischka die ersten Exemplare der Weihnachtskarte, für die sie den "Stoff" geliefert haben.
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Was die kreativen Drittklässler in diesem Jahr als Basis für die offizielle Festtagskarte der Gemeinde gebastelt haben und wie sie diese besondere Zeit erleben.

Iggingen

Ein groooooßes Lebkuchenhaus, flankiert von zwei stattlichen Weihnachtsbäumen. Dazu 20 supersüße kleine Kekshäuschen, ein dunkelblauer Sternenhimmel, Tannenzapfenbäumchen, ein kleiner, freundlich lächelnder Weihnachtsmann und viel dezenter Puderzuckerschnee. Das alles ist zu sehen auf der Weihnachtskarte der Gemeinde. Iggingen hat auch im Coronajahr nicht gebrochen mit der Tradition, dass die Drittklässler das Motiv liefern für diese unverwechselbare Grußbotschaft zum Fest und zum Jahreswechsel, die es so nur hier gibt.

Gemeinsam mit Rektorin Sabine Schimo-Zischka haben die 21 Mädchen und Jungs sich diesmal quasi in die Backstube begeben. Sie haben das Lebkuchenhaus, das Hedwig Schauaus, Großmutter ihrer Mitschülerin Helene, quasi im Rohbau geliefert hat, mit leckeren Köstlichkeiten bunt verziert. Und dazu ganz viele Kekshäuschen, mit Gummibären-Menschen darin und mit Dachziegeln, die zum Naschen verführen. "Wir wollten ein kleines Iggingen bauen", erzählen die Kinder – und versichern, dass sie bei der Arbeit nicht genascht haben. "Nur die zerbrochenen Kekse haben wir gegessen", gesteht einer der Jungs. Gemeinsam erzählen sie dann, dass die Bastelei viel Spaß gemacht habe, in dieser außergewöhnlichen Zeit. Und dass sie froh sind, dass sie, anders als im Frühsommer, ihre Freunde trotzdem sehen können.

Wie genau die Familien in diesem Jahr das Weihnachtsfest verbringen werden, das können die Drittklässler noch nicht sicher sagen. Aber sie erleben, wie in den Familien überlegt wird, wie die Zahl der Begegnungen so arrangiert werden kann, dass sich niemand alleine fühlt und sich auch niemand ansteckt. "Wir werden uns wahrscheinlich im Freien treffen und da ein bisschen reden und etwas miteinander trinken", verrät ein Mächen.

Alle Kinder hoffen auch, dass es in irgendeiner Form ein Krippenspiel geben kann. In Schönhardt sei etwas im Freien geplant, erzählen sie. Und auch vonseiten der Kirchengemeinde gebe es Vorbereitungen und Überlegungen. Wobei allen klar ist, dass das diesmal anders wird, als gewohnt.

Anders ist auch der Adventskalender, den es in der Grundschule normalerweise gibt. "Drinnen ließ sich das nicht umsetzen", erzählt die Rektorin. Aber an der alten Eingangstür, die zufällig 24 Fenster hat, sei dann eine gute Lösung gefunden worden, findet sie. Die Zahlentürchen haben die Erstklässler im Matheunterricht mit Dagmar Hanke und Christiane Bauchert gestaltet. Ab 1. Dezember werden die Türchen "geöffnet".

Bürgermeister Klemens Stöckle ist stolz auf die kreativen Schüler und ihre erwachsenen Unterstützer, darunter auch Grafikerin Erika Jackmuth, die das idyllische Weihnachtsdorf zusammengestellt hat. "Die Gestaltung der Karte passt absolut in die Zeit", findet er. Und präsentiert dann obendrein ein Einlegeblatt aus zartem Pergament, das es auf Wunsch zur Karte dazu gibt. Darauf hat Ingrid Hammel zum Motiv in vier Strophen "ein perfektes Gedicht" geschrieben, freut sich Stöckle.

Die Weihnachtskarte gibt es im Rathaus, in der Schule und im Kindergarten für einen Euro.

20 süße, kleine Kekshäuschen bilden ein kleines Dorf.
Zum Glück hat die alte Schultüre 24 Fenster. Die Erstklässler haben die Zahlen gefertigt, die nachts toll leuchten.Fotos: Tom(2)/privat

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