Kosten werden leicht überschritten

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Das Amtshaus an der Schönharter Straße (untere Bildmitte) soll mit sanierter Fachwerkfassade nach dem Ausbau zum neuen gesellschaftlichen Dorfmittelpunkt werden.
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Das Igginger Gremium besichtigt das Amtshaus, das zum neuen Dorfmittelpunkt werden soll, und vergibt die Arbeiten für den Innen- und Außenputz. Zwei Bauvoranfragen werden abgelehnt.

Iggingen

Bei einer Vor-Ort-Besichtigung machte sich der Gemeinderat am Montag ein Bild von dem Stand der Renovierungsarbeiten am Amtshaus. „Weitgehend fertiggestellt ist das Sockelbauwerk mit Treppenaufgang“, fasste Bürgermeister Klemens Stöckle in der anschließenden Sitzung zusammen. Auch die Decken seien eingezogen und somit erstmals ein Eindruck von den Räumlichkeiten erkennbar.

Vergeben wurden in der Sitzung die Arbeiten für Innen- und Außenputz nach einer beschränkten Ausschreibung. Drei Angebote lagen vor. Mit einer Enthaltung wurden die Arbeiten für 91 031 Euro an die Firma Denis Covrk aus Schwäbisch Gmünd als günstigsten Bieter vergeben. Sie liegen 20 000 Euro unter der Kostenschätzung. „Die meisten Arbeiten sind mittlerweile vergeben“, informierte Stöckle. Bei Gesamtkosten von 1,364 Millionen Euro sei die voraussichtliche Kostenüberschreitung von 70 000 Euro „überschaubar“. Man bleibe in dem Rahmen, der gesetzt wurde.

Architekt Michael Kohn stellte dem Gemeinderat das Material- und Innenkonzept vor. Im Erdgeschoss soll ein Steinboden aus Muschelkalk farblich einen Übergang bilden vom Boden zur Holzverkleidung. Im Obergeschoss wird ein Parkett mit dunkler bräunlicher Färbung verlegt. Die Farbe vom Holz solle sich zurücknehmen und eine ruhige Wirkung entfalten. Die Decken werden leicht dunkler als die Wände gestaltet. Das Rot der Fassade soll dabei in ganz leichter Nuance ins Innere geholt werden. Auch die Farben, die für die Toiletten ausgesucht wurden, kamen beim Gemeinderat gut an. „Man spürt, wie sensibel mit dem Gebäude umgegangen wird“, sagte Stöckle. Bei der Besichtigung seien bei zwölf Gemeinderäten auch zwölf Geschmäcker erkennbar gewesen. Bei einem sei man sich aber einig: „Das kann was richtig Feines werden.“ Die Bürger sollen auf jeden Fall die Gelegenheit zur Besichtigung bekommen.

Für zwei Gewerbebauplätze im Gewerbegebiet Brainkofen, die im August 2021 verkauft wurden, müssen von der Gemeinde noch die Hausanschlüsse für Kanal, Wasser und Breitband hergestellt werden. Bei 106 000 Euro liegen die Kosten für drei Hausanschlüsse nach einer beschränkten Ausschreibung. Nördlich der beiden verkauften Bauplätze befindet sich eine Gemeindefläche mit rund 2000 Quadratmetern. Vom Gemeinderat wurde bereits angedacht, diese Fläche ebenfalls an Gewerbebetriebe zu veräußern.

Dem Gemeinderat wurde eine Bauvoranfrage für die Aufstockung eines Wohnhauses „In der Breitne“ vorgelegt. „Im Grunde überbauen sie das Dach komplett“, sagte Klemens Stöckle. Das sei eigentlich nicht vom Bebauungsplan abgedeckt und passe städteplanerisch nicht in dieses Baugebiet. Der Gemeinderat lehnte die Voranfrage einstimmig ab, da man baurechtlich an seine Grenze komme. Auch der Neubau einer Mehrzweckhalle auf dem Flurstück 1987 am nördlichen Rand Iggingens wurde abgelehnt. Zwar liege das Grundstück im Außenbereich, der Bau sei aber aufgrund einer privilegierten Bienenimkerei grundsätzlich möglich. Allerdings lehnten die EnBW und die Netze NGO den Bau direkt unter der Hochspannungsleitung ab. Der Antrag müsse deshalb auf jeden Fall mit neuem Standort erneut auf den Tisch kommen.

Man spürt, wie sensibel mit dem Gebäude umgegangen wird.“

Clemens Stöckle,, Bürgermeister
  • Bei einer Vor-Ort-Besichtigung machte sich der Gemeinderat gestern ein Bild von dem Stand der Renovierungsarbeiten am Amtshaus. „Weitgehend fertiggestellt ist das Sockelbauwerk mit Treppenaufgang“, fasste Bürgermeister Klemens Stöckle in der anschließenden Sitzung zusammen. Auch die Decken seien eingezogen und somit erstmals ein Eindruck von den Räumlichkeiten erkennbar.
  • Vergeben wurden gestern die Arbeiten für Innen- und Außenputz nach einer beschränkten Ausschreibung. Drei Angebote lagen vor, mit einer Enthaltung wurden die Arbeiten für 91.031 Euro an die Fa. Denis Covrk aus Schwäbisch Gmünd als günstigsten Bieter vergeben. Sie liegen 20.000 Euro unter der Kostenschätzung.
  • „Die meisten Arbeiten sind mittlerweile vergeben“, informierte Klemens Stöckle. Bei Gesamtkosten von 1,364 Millionen Euro sei die voraussichtliche Kostenüberschreitung von 70.000 Euro „überschaubar“ und man bleibe in dem Rahmen, der gesetzt wurde.
  • Architekt Michael Kohn stellte dem Gemeinderat das Material- und Innenkonzept vor. Im Erdgeschoss soll ein Steinboden aus Muschelkalk farblich einen Übergang bilden vom Boden zur Holzverkleidung. Im Obergeschoss wird ein Parkett mit dunkler bräunlicher Färbung verlegt. Die Farbe vom Holz solle sich zurücknehmen und eine ruhige Wirkung entfalten. Die Decken werden leicht dunkler als die Wände gestaltet. Das Rot der Fassade soll dabei in ganz leichter Nuance ins Innere des Amtshauses geholt werden. Auch die Farben, die für die Toiletten ausgesucht wurden, kamen beim Gemeinderat gut an. „Man spürt wie sensibel mit dem Gebäude umgegangen wird“, sagte Bürgermeister Stöckle. Bei der Besichtigung seien bei zwölf Gemeinderäten auch zwölf Geschmäcker erkennbar gewesen. Bei einem sei man sich aber einig: „Das kann was richtige Feines werden.“ Auch die Bürger sollen auf jeden Fall noch die Gelegenheit zur Besichtigung des Amtshauses bekommen.
  • Für zwei Gewerbebauplätze im Gewerbegebiet Brainkofen, die im August 2021 verkauft wurden, müssen von der Gemeinde noch die Hausanschlüsse für Kanal, Wasser und Breitband hergestellt werden. Bei 106.000 Euro liegen die Kosten für drei Hausanschlüsse nach einer beschränkten Ausschreibung.
  • Nördlich der beiden verkauften Bauplätze befindet sich eine Gemeindefläche mit rund 2000 Quadratmetern. Vom Gemeinderat wurde bereits angedacht, diese Fläche ebenfalls an Gewerbebetriebe zu veräußern.
  • Beim Tagesordnungspunkt Baugesuche wurde dem Gemeinderat eine Bauvoranfrage für die Aufstockung auf ein Wohnhaus In der Breitne vorgelegt. „Im Grunde überbauen sie das Dach komplett“, sagte Klemens Stöckle. Das sei eigentlich nicht vom Bebauungsplan abgedeckt und passe städteplanerisch nicht in dieses Baugebiet. Der Gemeinderat lehnte die Voranfrage einstimmig ab, da man baurechtlich an seine Grenze komme.
  • Auch der Neubau einer Mehrzweckhalle auf dem Flurstück 1987 am nördlichen Rand von Iggingen wurde abgelehnt. Zwar liege das Grundstück im Außenbereich, der Bau sei aber aufgrund einer privilegierten Bienenimkerei grundsätzlich möglich. Allerdings lehne die EnBW und die Netze NGO den Bau direkt unter der Hochspannungsleitung ab. Der Antrag müsse deshalb auf jeden Fall mit neuem Standort erneut auf den Tisch der Gemeinde kommen.

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