Werden Gebühren und Steuern im Herbst erhöht?

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Der Finanzzwischenbericht 2021 für Iggingen liegt im Plan, Kämmerer sieht Handlungsbedarf.

Iggingen. Unterm Strich bewege sich das Gesamtergebnis weitestgehend im Plan. Dieses Fazit zog Verbandskämmerer Stefan Schürle am Montagabend, als er dem Gemeinderat in der Sitzung zur Mitte des Haushaltsjahres den Finanzzwischenbericht 2021 vorstellte. Sehr erfreulich seien die höheren Gewerbesteuereinnahmen, durch die sich der Ergebnishaushalt um etwa 140 000 Euro verbessere. „Das kann sich aber im Laufe des Jahres ändern“; schränkte er ein. In Bezug auf die Planung rechne er beim kommunalen Finanzausgleich auf Grundlage der Mai-Steuerschätzung mit einer Punktlandung: „Das ist eine sichere Bank.“

Bei den Benutzungsgebühren im Bereich Kindergarten geht er von einem Minus in Höhe von 8000 Euro aus. Die Gebühren für die Kernzeit der Grundschule liegen bei einem Minus von 5000 Euro. Auch Aufwendungen in der Corona-Pandemie schlagen mit 15 000 Euro zu Buche.

Eine Verschlechterung von zirka 175 000 Euro verzeichnet der Zwischenbericht im Finanzhaushalt, da überplanmäßige Ausgaben notwendig waren, wie allgemeiner Grunderwerb für 246 000 Euro oder der freiwillige Beitrag zur Senkung der Teilnehmerbeiträge im Flurbereinigungsverfahren in Höhe von 30 000 Euro. Hinsichtlich der Entwicklung der kommenden Haushalts- und Finanzplanungsjahre erwartet der Kämmerer, dass der Ergebnishaushalt nach den gesetzlichen Vorgaben nicht ausgeglichen werden kann. Erträge und Aufwendungen müssten intensiv geprüft werden, auch dürften Steuer- und Gebührenerhöhungen kein Tabuthema sein. „Im Herbst müssen diese diskutiert werden, Handlungsbedarf ist angezeigt“, so Stefan Schürle.

Bürgermeister Klemens Stöckle stellte die laufenden Projekte in der Gemeinde von der Erschließung des Baugebiets „Sonnen-Halden III“, über die Amtshaus-Renovierung, die LED-Beleuchtung in der Gemeindehalle bis zur Gehwegverbreiterung und Leitungsverlegung in der Hohenstaufenstraße, die Kanaluntersuchung mit Kanalsanierungsprogramm sowie die Strukturgutachten bei der Abwasserbeseitigung vor: „Das ist schon ein ordentlicher Brocken.“ Geplant seien Investitionen beim Breitbandausbau, bei der Schaffung weiterer Kindergartenplätze sowie der Generalsanierung der Grundschule mit Planung der Raumsituation für Betreuung und Mittagessen. Auch der Neubau des Feuerwehrhauses und die Weiterentwicklung des Gewerbegebietes stehen auf der Liste.

Neues gab es zu den Bauarbeiten am Amtshaus. „Die komplexen Arbeiten lassen nur einen langsamen Baufortschritt zu“, so Stöckle. Bis Ende Juli rechne man mit der Fertigstellung der Stützmauer und der Drainage an der Westseite. Mitte September soll das Sockelbauwerk stehen. „Dann sollten auch die Decken über dem Obergeschoss fertig sein“, hofft er. Geplant sei der Einbau des Aufzuges Anfang Oktober. Vergeben wurden die Elektroarbeiten an die Firma Seibold, Gipserarbeiten und Trockenbau an die Firma Zeller, Dacharbeiten führt Firma Maier aus, den Estrich im Erdgeschoss die Firma Fichtner. Ute Betz

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