Zum Abschied verteilen sie Geschenke

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Die Viertklässler von der Naturfreunde AG mit (v.l.) Bärbel Schmid, Tierfreundin Elke Wengert, Bürgermeister Klemens Stöckle sowie (v.r.) Armin Dammenmiller und Stefanie Michel vom Nabu, Carmen Straub, Friederike Lehmann und Rektorin Sabine Schimo.
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Drei Jahre lang haben sich Igginger Viertklässler in einer Arbeitsgemeinschaft als Naturfreunde engagiert. Ihr Dank an die Schule, den Nabu und die Wildtierauffangstation.

Iggingen

Aktive Kinder brauchen aktive Eltern – drei Jahre lang haben zwölf Viertklässler und einige Eltern dieses Motto mit der Naturfreunde-AG der Grundschule aktiv gelebt. Sie haben Heilkräuter gesammelt und Kunstwerke auf Naturmaterialien hergestellt. Sie haben Kosmetikprodukte selbst gebraut – völlig frei von Mikroplastik. Sie haben mit Fruchtzucker experimentiert, und sie haben in einer groß angelegten Aktion Müll gesammelt. Die Aktion mit dem Abfall, den sie dann an den Ortseingängen und am Kreisel weithin sichtbar ausgestellt hatten, habe am meisten Spaß gemacht, erzählen die Mädchen und Jungs, die sich mit dem Beginn der Sommerferien in wenigen Tagen von der Igginger Grundschule verabschieden müssen.

Richtig schade findet Rektorin Sabine Schimo das und ist deshalb froh, dass die Naturfreunde-Viertklässler etwas zurücklassen in ihrer Schule: Spezielle Vogelhäuschen für Nischenbrüter werden zum Abschied aufgehängt und ein selbst hergestellter "Fledermauskästen" mit schmalem Eingang und ebensolcher Höhle. "Das ist denen am liebsten, da fühlen sie sich wohl", wissen die Kinder.

Und bedanken sich beim Naturschutzbund Nabu und besonders bei Walter Beck, der ihnen viel über die heimische Vogelwelt beigebracht habe. Von dem Geld, das die Kinder beim Müllsammeln verdient haben, soll der Naturschutz deshalb einen Teil abbekommen. Ortsverbandsvorsitzender Armin Dammenmiller bedankt sich herzlich bei den Kindern. Damit es wieder mehr blühende Gärten in der Gemeinde gibt, hat er für alle eine Informationsbroschüre mitgebracht.

Den anderen Teil des Geldes, das die Kinder verdient haben, schenken sie der Wildtierauffangstation von Elke Wengert. Dort haben sie bei einem Besuch nämlich viel über Igel gelernt und einige Tiere sogar selbst gefüttert. Als engagierte Tierschützerin freut sich Elke Wengert von Herzen. Sie werde das Geld für ein Netz verwenden, erzählt sie. Jetzt bekomme sie nämlich wieder viele junge Schwalben zum Aufpäppeln und die können das Fliegen nur lernen, wenn sie unter einem Netz üben können.

Bürgermeister Klemens Stöckle ist stolz auf die jugendlichen Naturfreunde und hat für alle ein Pflänzchen dabei, das die Familie Hokema gestiftet habe. Stöckles Dank gilt auch Bärbel Schmid, Friederike Lehmann, Carmen Straub, Sandra Bubeck sowie Stefanie und Thomas Kempf, die die AG als aktive Eltern mitgestaltet haben.

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