Impfzentrum Mutlangen: In den Ostalbkreis fließt mehr Biontech-Impfstoff

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Im Mutlanger Forum gibt es jetzt ein Impfzentrum auf Zeit.
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Vorstoß von Bürgermeistergruppe und Landrat fand Gehör in Stuttgart. Mobiles Team des Robert-Bosch-Krankenhauses kommt.

Mutlangen. Sie haben die längste Zeit vergeblich telefoniert oder registriert: Für die rund 1900 aktuell Impfberechtigten aus Mutlangen, Durlangen, Ruppertshofen, Spraitbach, Täferrot und Lorch ist die Zeit des Wartens vorbei. Der Vorstoß der Gemeinden aus dem Schwäbischen Wald hatte Erfolg. Im Mutlanger Forum gibt es jetzt ein Impfzentrum auf Zeit. Ein Pilotprojekt des Sozialministeriums. Die Impfungen starten am Donnerstag, 11. März.

In der jüngsten Gemeinderatssitzungen hatte Bürgermeisterin Stephanie Eßwein verraten, dass die Bürgermeister des Gemeindeverbandes gemeinsam mit Landrat Dr. Joachim Bläse ans Sozialministerium geschrieben und ihre Infrastruktur und Organisation angeboten haben. Minister Manne Lucha ließ sich überzeugen und hat den "Schwäbischen Wald" mit aufgenommen ins landesweite Pilotprojekt. Die Mobilen Impfteams des Zentralen Impfzentrums des Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhauses werden deshalb in Mutlangen anreisen und Biontech-Impfstoff mitbringen.

Der Landrat freut sich über dieses positive Signal: "Die Impfungen in den Altenpflegeheimen im Ostalbkreis sind nahezu abgeschlossen, sodass wir mit dem Impfen früher als gedacht in die Fläche gehen und unsere Seniorinnen und Senioren vor Ort versorgen können. Auch bekommen wir damit insgesamt mehr Biontech-Impfstoff in den Ostalbkreis, können die über 80-Jährigen schneller impfen und ersparen ihnen weite Anfahrtswege", freut sich Bläse.

Den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Gemeinden des Gemeindeverwaltungsverbands Schwäbischer Wald und der Stadt Lorch, insbesondere Bürgermeisterin Stephanie Eßwein von Mutlangen, dankt der Landrat für ihr Engagement, durch das der Einstieg ins dezentrale Impfen kurzfristig möglich wurde.

Berechtigte bekommen Post

Die Terminkoordination der mobilen Impfteams übernimmt die Landkreisverwaltung. Zugleich wird das Mutlanger Forum nach dem Vorbild des Aalener KIZ kurzfristig zum Impfzentrum umgebaut. Dazu haben sich Bürgermeisterin Eßwein und ihre Mitarbeiter im Aalener Impfzentrum mit dem Ärztlichen Leiter des KIZ Peter Schmidt zusammengetan."Ich freu mich so, dass es geklappt hat." Stephanie Eßwein, Bürgermeisterin

Alle impfberechtigten Bürgerinnen und Bürger, also rund 1900 über 80-Jährige in den sechs Kommunen, werden persönlich von den Bürgermeisterämtern angeschrieben. Wer geimpft werden möchte, muss sich bei den Rathäusern bis zu einem Stichtag zurückmelden und erhält dann von dort eine schriftliche Einladung für einen verbindlichen Erst- und Zweittermin. Die Termine können nicht verschoben oder nachgeholt werden.

Ich freu mich so, dass es geklappt hat.

Stephanie Eßwein, Bürgermeisterin

Die Bürgermeistergruppe – Stephanie Eßwein, Dieter Gerstlauer, Peter Kühnl, Markus Bareis, Johannes Schurr und Marita Funk haben sich auf einen Terminplan verständigt. Dieser sieht vor, dass die Impfteams von Donnerstag, 11. März, bis voraussichtlich Montag, 15. März, in Mutlangen sind. Nach derzeitigem Stand werden donnerstags und freitags  die  Mutlanger  Senioren geimpft, samstags folgen Durlangen und Spraitbach, sonntags Ruppertshofen und Täferrot und montags Lorch. "Wir sind sehr froh und dankbar über dieses Angebot. Auch wenn es jetzt zunächst viel Arbeit bedeutet, sind wir alle uns dieses wichtigen Schrittes bewusst zur Rückkehr in Richtung Normalität", sagen die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister.

Weiteres in Vorbereitung

"Wir sind momentan im engen Austausch mit dem zentralen Impfzentrum des Robert-Bosch-Krankenhauses und stimmen Termine ab, um weitere Ortstermine zu organisieren", informiert Landrat Dr. Bläse. Bei der Auswahl der Kommunen seien besonders die Entfernung zum nächsten Impfzentrum sowie die Verkehrsanbindung entscheidende Kriterien, erklärt Bläse weiter. Deshalb würden zunächst Kommunen außerhalb eines 20 bis 25 km-Radius um Aalen berücksichtigt. "Sobald die Terminplanung mit den Städten und Gemeinden steht, werden wir öffentlich informieren", kündigt der Landrat an.

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