Klinik-Parkhaus wird größer

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Mehr Platz für Autos: Das Parkhaus an der Stauferklinik soll um zwei Halbebenen erweitert werden – eine Reaktion auf den gestiegenen Bedarf an Parkplätzen am Klinikstandort in Mutlangen.
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Das Gremium stellt einstimmig die Weichen für eine Aufstockung um zwei Halbebenen – was der Stauferklinik 53 neue Parkplätze bringt.

Mutlangen

Das Parkhaus an der Stauferklinik wird um zwei Halbebenen aufgestockt. Das bringt 53 neue Parkplätze. Überdacht wird die Erweiterung mit einer Stahlkonstruktion, auf die Fotovoltaikanlagen installiert werden. 2022 soll alles fertig sein. Der Klinikausschuss des Kreistages hat hierfür am Dienstagabend in Aalen die Weichen gestellt. Kosten wird das Projekt insgesamt rund 1,4 Millionen Euro.

Parkplatznot, ein Problem am Stauferklinikum – denn das 2010 fertiggestellte Parkhaus dort verfügt zwar über 236 Parkplätze, aber diese reichen längst nicht mehr aus. Zudem: Liegt Schnee, sind die 50 Parkplätze ganz oben auf Ebene 8 aktuell nicht zu nutzen.

Wie Klinken-Vorstand Thomas Schneider dem Ausschuss darlegte, hat die Landkreisverwaltung bereits im Jahr 2016 eine Machbarkeitsstudie zur Aufstockung des Parkhauses in Auftrag gegeben. Zwei Halbebenen (Ebene 9 und 10) sind vorgeschlagen. Die Firma SGP Hachtel-Bauer GmbH begleitete damals sowohl den Parkhausbau als nun auch die Machbarkeitsstudie.

Parkplatzbedarf gestiegen

Neue Leistungsangebote und damit steigende Mitarbeiterzahlen sowie die Verminderung von Flächen haben den Bedarf an Parkplätzen deutlich nach oben gehievt. Zusätzlich, so Schneider, verzeichne das Stauferklinikum mit seinen ambulanten Angeboten (Ambulanzen, Tagesklinik, ambulante Rehabilitation, ZNA und KV-Notdienstpraxis) einen deutlichen Anstieg an Patientenkontakten, und zwar von rund 182 000 im Jahr 2017 auf etwa 195 000 im Jahr 2019.

Der Kreistag ist sich seit Langem mehrheitlich einig, dass eine Erweiterung des Parkhauses nötig ist. Auch deshalb, weil Patientinnen und Patienten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sich zunehmend über die Parksituation ärgern, wie das Beschwerdemanagement belegt.

Auf das Dach der Erweiterung sollen Fotovoltaikanlagen installiert werden, die Strom für den Eigenbedarf erzeugen. Dies sei wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll, finden Verwaltung und Kreisparlamentarier. Im Rahmen des Kreis-Fotovoltaikkonzeptes wurde das Parkhaus in Mutlangen hier mit Priorität 1 eingestuft. Die Installation einer Fotovoltaik-Anlage auf dem Parkhausdach setzt jedoch eine geeignete Dachkonstruktion voraus. Die Anlage soll dabei teils als Überdachung für das obere Stockwerk dienen und somit eine Parkplatznutzung auch im Winter ermöglichen.

Die Finanzierung steht

Das Architekturbüro SGP Hachtel-Bauer GmbH begleitet derzeit das Projekt "Neubau Zentrale Notaufnahme" und die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen und ist täglich auf dem Klinikcampus in Mutlangen tätig. Daher hat die Kreisverwaltung vorgeschlagen, dieses Büro auch mit dem neuen Projekt zu beauftragen. Was das Gremium schließlich einstimmig so beschloss.

Im Wirtschaftsplan 2021 des Eigenbetriebes Klinikimmobilien ist insgesamt ein Betrag in Höhe von einer Million Euro für die Aufstockung des Parkhauses aus Trägermitteln eingestellt. Für das Wirtschaftsjahr 2021 wurde im Vermögensplan eine erste Rate in Höhe von 50 000 Euro als Planungshonorar beschlossen. Im Investitionsprogramm 2022 sind 500 000 Euro und für das Jahr 2023 weitere 450 000 Euro eingestellt. Für die Fotovoltaikanlage selbst sind weitere 412 000 Euro eingeplant.

Neues Beleuchtungskonzept

Das Gremium vergab die Planungsarbeiten einstimmig und sprach unisono von einer guten Lösung. Schwäbisch Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold regte an, das Beleuchtungskonzept im Parkhaus zu überdenken. Bürger hätten sich bei ihm beschwert, dass die Leuchten dort eher nach Gmünd hinab strahlen als ins Parkhaus selbst. "Das nehmen wir gerne auf", versprach Landrat Dr. Joachim Bläse.

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