Lebensraum für die bedrohte Feldlerche schaffen

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Landtagsabgeordnete Martina Häusler und Bürermeister Markus Bareis gratulieren dem Kommandanten Michael Kochendörfer (mitte).
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Gemeinderat Täferroter Gremium regelt Verpachtungen und bestätigt Kommandant Michael Kochendörfer.

Täferrot. Landespolitik, Feuerwehr und Ostalb-Check - das waren nur einige der Themen im Gemeinderat.

Zunächst begrüßte Bürgermeister Markus Bareis die Grünen-Landtagsabgeordnete Martina Häusler, die - ebenso wie CDU-Kollege Tim Bückner im März und AfD-Mann Ruben Rupp in der kommenden Maisitzung - sich und ihre Arbeit vorstellte. Sie wolle das Sprachrohr der Kommunen im Landtag sein, erklärte Martina Häusler. Auch deshalb sei es ihr wichtig, mit den „Experten vor Ort“, den Gemeinderäten ins Gespräch zu kommen. Denn in den Kommunen werde „praxisnahe Politik“ betrieben. Hier sei der Ort, an dem Energiewende, Klima- und Naturschutz stattfinde.

Seit 2007 ist Gemeinderat Michael Kochendörfer Kommandant der Täferroter Feuerwehr, auf der Hauptversammlung der Wehr wurde er einstimmig im Amt bestätigt. Auch die Zustimmung der Wahl durch den Gemeinderat war einstimmig und wurden von den Besuchern mit Applaus begrüßt. Einstimmigkeit herrschte auch bei der gewünschten Satzungsänderung der Wehr, die es nun erlaubt auch online Wahlen abzuhalten.

2371 Euro nimmt Täferrot durch Verpachtungen von Landflächen ein. Die meisten der bestehenden Pachtverträge enden im September 2022, erläuterte der Bürgermeister. Unter Einbeziehung der Landwirte laufen derzeit Beratungen über die Weiterführung der Verträge. Bei einem Vor-Ort-Termin mit Brigitta Frey vom Landratsamt, Geschäftsbereich Baurecht und Naturschutz, wurde in Bereich beim Wasserturm Utzstetten festgestellt, dass dort die bedrohte Feldlerche heimisch ist. Um den Lebensraum der Feldlerche zu erhalten, wird ein Blühstreifen angelegt, der nur zweimal im Jahr gemäht und nicht gedüngt wird. Die Fläche muss einen bestimmten Abstand zu Wald, zu Straßen und Gebäuden besitzen. Ein Landwirt habe zugesagt, auf seiner Pachtfläche einen entsprechenden Streifen in dieser Form zu bewirtschaften. Dem Vorschlag des Bürgermeisters, diesen Landwirt mit 50 Euro Pachtminderung jährlich zu entschädigen, folgte das Gremium. Bei allen neu abgeschlossenen Pachtverträge steigt die Pacht um zehn Prozent, dadurch erhöhen sich die Pachteinnahmen auf 2650 Euro jährlich.

Bürgermeister Markus Bareis informierte dann, dass derzeit in Täferrot elf ukrainische Flüchtlinge untergekommen sind, teilweise hätten die Erwachsenen bereits Arbeit gefunden.

13 Coronainfizierte sind derzeit in der Gemeinde gemeldet, schwere Verläufe seien nicht bekannt.

Täferrot wird sich der Hausärztlichen Genossenschaft anschließen, gab Bareis weiter bekannt, auch bei Mobilfunkmast gebe es Neuigkeiten. Der Bau des Masts werde sich „noch etwas ziehen“, der Betreiber habe aber einen mobilen Mast in Aussicht gestellt.

Beim Ostalb-Check, der Umfrage vom Kreis und der Gmünder Tagespost, habe Täferrot durchschnittlich abgeschnitten, gab Bareis bekannt. Allerdings hätte er sich differenziertere Fragen gewünscht. Man könne kleine Kommunen wie Täferrot nicht mit großen Gemeinden vergleichen und die selben Fragen stellen. Einem Kommentator des Ostalbcheck, der die „vergammelten Ortstafeln“, schief hängende Straßenbeschilderung und unregelmäßig gepflegte Grünstreifen angemahnt hatte, musste Bareis uneingeschränkt zustimmen: „Er hat recht“. Die Verwaltung sei an den „Punkten dran“, werde sie nach und nach abarbeiten. Andrea Rohrbach

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