Drei - für die keine Schublade passt

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So richtig Spaß haben - das versprechen The Ponycars ihrem Publikum beim Jubiläum.
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Musikszene Von der Schülerband haben sich The Ponycars zu einer gefragten Band entwickelt. Am Wochenende ist im Café Leinmüller gleich zweimal Jubiläumskonzert für die „Family“.

Leinzell

Wenn das nicht für Qualität spricht, was dann? Als Schülerband sind „The Ponycars“ gestartet. Jetzt, 2022, kann das Trio um Daniel Leinmüller zur Rock-'n' Roll-Jubiläumsparty einladen. Die „Family“ feiert das Zehnjährige mit zwei Konzerten.

Die, wie der Bandgründer erzählt, die Historie der Formation nachspielen. Denn am Samstag und Sonntag in Leinzell sind alle aktiv, die bislang für „The Ponycars“ in die Tasten oder Saiten gegriffen und das Schlagzeug in Szene gesetzt haben. Schon zum Start hatte das Schülertrio jede Menge Auftritte. Dominik Poser (Kontrabass/Bass), Markus Leinmüller (Schlagzeug) und Daniel Leinmüller (Piano/Gesang) trafen mit ihrer Musik den Nerv der Boogie-Szene, spielten in Clubs von Stuttgart bis Buchlohe, sammelten jede Menge Live-Erfahrung.

Das wurde deutlich weniger, als die Schulzeit endete. Nur Daniel Leinmüller machte die Musik zum Beruf, für Markus und Dominik blieb sie Hobby. Was weniger Zeit für Proben und Auftritte bedeutete. Im freundschaftlichen Einvernehmen wurden The Ponycars also umbesetzt, als Daniel sie nach seinem Studium als staatlich geprüfter Musikschullehrer zu seinem wichtigsten Kreativprojekt machte. Schlagzeuger Tobias Waldbauer und Bassist Tobias Fritzen - beide hatte Leinmüller im Studium kennen- und schätzen gelernt - stiegen ein. Die Zahl der Auftritte stieg auf bis zu 80 im Jahr. Der Sound wurde vielseitiger, bediente nicht mehr nur eine Szene. Chris Kilgenstein (Gitarre) kam dazu. The Ponycars wurden zum Quartett. „In dieser Zeit haben wir auch sehr viele Songs selbst geschrieben“, erzählt Daniel Leinmüller.

Dann kam Corona. Und mit der Pandemie notgedrungen der personelle Einschnitt. Die Bandkollegen, die hauptsächlich von den Auftritten gelebt und kein zweites Standbein übers Unterrichten hatten, mussten sich umorientieren. Tobias Waldbauer zog zurück in seine Heimatstadt Wiesbaden.

Klemens Fregin übernahm das Schlagzeug, als 2020 gemeinsames Musikmachen wieder möglich war. Der harte Kern spielt wieder als Trio - das vielseitige Konzept habe man sich aber bewahrt, beschreibt Daniel Leinmüller den Ansatz, der Langeweile bei Konzerten oder Aufnahmen gar nicht erst aufkommen lasse. Sogar mit barocken Klängen haben sich The Ponycars einst beim Festival in Gmünd arrangiert. Und auf ihrer neuen CD, die im Sommer auf den Markt kommt, reicht der Mix vom Swing bis hin zu Radio-rocktauglichen Songs wie Shabby-Look. „Das passt in keine Schublade“, verspricht Daniel Leinmüller und hat als Erfolgsgaranten Christoph Hessler mit seinem professionellen Studio in Aschaffenburg mit ins Boot genommen.

Jetzt aber wird erst mal Jubiläum gefeiert. Karten für die Konzerte am Samstag, 7. Mai, um 20 Uhr und am Sonntag, 8. Mai, um 19 Uhr jeweils im Café Leinmüller, der guten Stube der Band. Dort oder auf der Homepage kann man auch Karten reservieren.

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