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Großeinsatz der "Leintal"-Feuerwehren erfolgreich

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Eines der Unfallfahrzeuge landet auf dem Dach an der Böschung.
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Nach langer Zeit mit erschwerten Übungsbedingungen absolviert die Leinzeller Feuerwehr mit Unterstützung von Täferrot, Eschach, Göggingen und Iggingen die Großübung professionell.

Leinzell

Ein wahres Schlachtfeld war die K 3258 im Leintal zwischen Täferrot und Leinzell. Am Wohnplatz Strütle hatte sich ein folgenschwerer „Unfall“ ereignet. So wurde er arrangiert: Ein Radfahrer musste mit einem Schlenker sein Gleichgewicht ausbalancieren und zwang damit einen Pkw-Fahrer, der gerade überholte, zu einem Ausweichmanöver auf die Gegenfahrbahn. Dort kam es zum Crash mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Beide Autos wurden entgegen ihrer Fahrtrichtung abgewiesen, wobei eines an eine Feldscheune geschleudert wurde, das andere Fahrzeug dem Dach an der Böschung landete. Beide Fahrzeuge standen innerhalb kurzer Zeit in Brand. Obendrein wurde ein unbeteiligter Fahrer durch den Unfall so abgelenkt, dass er die Kontrolle über sein Auto verlor und an einen Baum prallte.

Zum Glück war dieses Schreckensszenario „nur“ die Annahme für eine Einsatzübung der Leinzeller Feuerwehr. Die noch eine weitere Herausforderung hatte: Eine Dürreperiode, die dafür sorgte, dass sich das Feuer der brennenden Fahrzeuge ausbreiten könnte und die Wohngebäude in der Nähe bedrohte.

Innerhalb kürzester Zeit treffen die Leinzeller und die Täferroter Wehr ein. Nach einem Überblick über die Lage werden die Wehren aus Iggingen, Göggingen sowie Eschach und die Führungsgruppe der VG Leintal nachalarmiert. Der angenommene Vegetationsbrand brachte viel Qualm und Rauch mit sich, der Fahrer des Fahrzeugs an der Böschung war eingeklemmt, eine weitere Person schien bewusstlos. Einen ebenfalls nicht ansprechbaren Eindruck hinterließ der Fahrer des an den Baum geschleuderten Autos, das dritte beteiligte Fahrzeug lag auf der Seite. Durch Ansprache versuchen die Einsatzkräfte, den Zustand der Unfallopfer zu sondieren. Wenige Minuten später treffen die ersten Rettungsfahrzeuge des DRK ein, die ebenfalls alarmierte Gmünder Wehr nähert sich aus Richtung Täferrot.

Wie ein eingespieltes Uhrwerk laufen jetzt die Rettungsketten ab. Die Fahrzeuge werden gegen Umstürzen und Wegrollen gesichert, um einen gefahrlosen Zugang zu den Insassen zu gewährleisten. Es muss schnell gehen, zwei Fahrzeuge stehen in Brand, die Personen können nicht über die Fahrzeugtüren gerettet werden. Mit hydraulischen Rettungsscheren werden die Fahrzeuge geöffnet, Notfallsanitäter bemühen sich zeitgleich um die Personen im Innenraum. Das Böschungsfeuer breitet sich immer weiter aus, weitere Angriffstrupps bemühen sich hier um die Löscharbeiten und den Schutz der angrenzenden Gebäude. Das dazu benötigte Löschwasser wird aus dem nahen Hydranten bezogen. Mit dem Eintreffen der Eschacher Wehr kann weiteres Löschwasser aus dem angrenzenden Laubach gezogen werden, kaum dass die Pumpe im Wasser versenkt ist, füllen sich die Schläuche.

Die ebenfalls hier verlaufende Lein könnte als weiteres Reservoire genutzt werden, erklärt der Leinzeller Kommandant Sascha Bollin. Die Löscharbeiten an der Böschung gehen voran, die Bergung des Fahrers dort gestaltet sich schwierig. Der auf einen Baum geprallte Fahrer wird in der Zwischenzeit über die Heckklappe aus seinem Fahrzeug gerettet. Schließlich kann auch der Zugang zu den Insassen des Autos an der Böschung geschaffen werden, die mit größter Umsicht abtransportiert werden.

Nach gut 90 Minuten Einsatzübung zieht Einsatzleiter Florian Traa eine positive Bilanz. Alle verletzten Personen konnten gerettet, die beiden Brandausbrüche erfolgreich bekämpft sowie die angrenzenden Wohnhäuser geschützt werden. Trotz seit zwei Jahren erschwerter Übungsmöglichkeiten seien die Aufgaben von allen Beteiligten erfolgreich absolviert worden.

Trotz zweier Jahre „Pause“ lief es reibungslos.“

Florian Traa,, Einsatzleiter
Jeder Handgriff muss sitzen.
Nur in Teamwork lässt sich diese Aufgabe bewerkstelligen.
Mit Wasser wird der Flächenbrand verhindert.
Die Fahrzeuge sind gegen Kippen und Wegrollen gesichert.
Das Material ist wichtig.
Über den Kofferraum werden die Opfer gerettet.
Eingeklemmt im Auto, das auf dem Dach liegt.
Das Ausbrennen des Unfallautos wird verhindert.
Sicherung ist die wichtigste Aufgabe am Anfang
Die Opfer werden abtransportiert.
Die Insassen sind gerettet.
Rauchentwicklung erschwert den Einsatz.
Hilfeleistung unter erschwerten Bedingungen.
Das Unfallopfer liegt nun sicher auf der Trage.
Feuerwehrübung Leinzell
Feuerwehrübung Leinzell
Keine leichte Aufgabe, hier Verletzte herauszuholen.
Die Unfallopfer sind realistisch geschminkt.
Eines der Fahrzeuge landet am Baum.
Das Unfallauto wird professionell "geöffnet".
Feuerwehrübung Leinzell
Sind die Opfer ansprechbar?
Vorsichtig werden die Opfer gerettet.

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