Handwerker machen Schule fitter

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Neue Heizung, neue Fenster und vieles mehr: Bis 2022 soll die Generalsanierung der Verbundschule in Leinzell abgeschlossen sein. Insgesamt investiert die Gemeinde rund 7,26 Millionen Euro – vom Land gibt's einen Zuschuss in Höhe von 5,5 Millionen Euro.

An der Verbundschule in Leinzell laufen die Arbeiten für die Generalsanierung auf Hochtouren. Besonders der Brandschutz ist ein großes Thema.

Leinzell

Hier ist jeder Cent sinnvoll und richtig angelegt", sagt Bürgermeister Ralph Leischner, während er mit Architekten, Fachplanern und Schulleitung einen Gang durch die Verbundschule Leinzell unternimmt. Er sei den Gemeinderäten dankbar, erzählt er, dass sie mit der Verwaltung bei diesem Großprojekt "an einem Strang ziehen". Denn es geht wahrlich nicht nur um "Cents", sondern vielmehr um 7,26 Millionen Euro, die in die Generalsanierung der Verbundschule investiert werden.

Als für die 490 Schüler die Sommerferien starteten, ertönte gleichzeitig für die Handwerker der Startschuss. Die Kinder und Jugendlichen zogen quasi aus dem Schulgebäude aus – die Bauarbeiter ein. Binnen Stunden verwandelte sich der Pausenhof im ersten Bauabschnitt in eine Kraterlandschaft. Zunächst wurden die Leitungen für die Nahwärme eingelegt. Anschließend stand der Austausch der Heizanlage auf dem Programm – die alten Ölbrenner wurden durch Gasbrenner und ein Blockheizkraftwerk ersetzt. Im zweiten Bauabschnitt soll im Jahr 2021 schließlich auch die Werkrealschule an dieses Nahwärmenetz angebunden werden. Die Infrastruktur, also die Leitungen, sind hierfür bereits verlegt.

Weiter gab's für den ältesten Teil der Realschulgebäude ein neues Wärmedämmverbundsystem und, wo nötig, neue Fenster. Zudem sind alle Klassenzimmer frisch gestrichen worden, Akustikdecken wurden eingezogen und neue Bodenbeläge verlegt.

Einen hohen Tribut zollen die Verantwortlichen dem Brandschutz. Aktuell wird die erste Außenfluchttreppe montiert, eine zweite wird folgen. Bereits installiert sei mittlerweile auch die Verkabelung der Brandmeldeanlage, berichtet Architekt Rainer Wolf von Ssm-Architekten. Das Büro war bereits mit der baulichen Zusammenführung der Gebäude beauftragt, als Werkrealschule und Realschule in eine Verbundschule fusionierten.

Neues Farbkonzept

Die Schule wird jetzt fit gemacht für Projektionsflächen, Tablets und Co.

Ralph Leischner, Bürgermeister

Momentan tüftelt Architekt Nikolas Müller, Geschäftsführer von Ssm-Architekten, an einem Farbkonzept für den Innenbereich. Wobei es hier einige Bestandssituationen harmonisch zu integrieren gilt.

Bürgermeister Leischner zeigt sich zufrieden mit dem aktuellen Baustand. "Man sieht, dass es gut vorangeht." Und weiter: "Bis Weihnachten haben wir das Gröbste überstanden". Im Frühjahr soll dann der zweite Bauabschnitt in den Fokus genommen werden. Unter anderem gilt es dann, einen Aufzugturm anzudocken, der für die Barrierefreiheit im Schulbereich sorgen soll. Eine weitere gesetzliche Vorgabe, die erfüllt werden muss. Die komplette Generalsanierung soll 2022 abgeschlossen sein.

Ein weiteres, großes Thema steht zudem für Schulleiter Philipp Matthes und Konrektor Nikolai Wilka an: die Digitalisierung. "Wir werden für die Digitalisierung an der Schule künftig rund 350 000 Euro investieren", kündigt Leischner an. Der entsprechende Medienentwicklungsplan stehe. "Und im Rahmen der Bauarbeiten wird die Schule jetzt fit gemacht für Projektionsflächen, Tablets und Co", zählt der Schultes auf.

Insgesamt beteiligt sich das Land bislang an der Generalsanierung mit rund 5,5 Millionen Euro. Im Frühjahr wird ein weiterer Zuschussantrag gestellt. "Wir hoffen dringend auf einen Millionen-Euro-Zuschuss aus dem Ausgleichstock", betont Leischner. Zumal Leinzell eine sehr finanzschwache Gemeinde sei, die dennoch den Schulstandort, in dem viele Auswärtige unterrichtet werden, "fitter" für die Zukunft machen wolle.

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