Im Haushalt klafft jetzt ein großes Loch

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Das Schulzentrum Leinzell.
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Warum die Bekanntgabe der Mittel aus dem Ausgleichsstock Leinzells Schultes eine schlaflose Nacht beschert.

Leinzell. „Ich hab gedacht, das ist ein Scherz. Und ich hab gehofft, die hätten eine Null vergessen“, stöhnt Bürgermeister Ralph Leischner: Eine Million Euro hatte die Gemeinde beim Ausgleichsstock beantragt für die Sanierung des Schulzentrums. Bekommen wird sie dafür 100 000 Euro aus dem Fördertopf für finanzschwache Kommunen. Die Enttäuschung sitze tief, gesteht der Schultes, dass die Bekanntgabe der Fördersummen ihm und Kämmerer Stefan Schürle eine schlaflose Nacht beschert habe.

Darum geht es: Leinzell ist Standort für das Schulzentrum der Verwaltungsgemeinschaft Leintal/Frickenhofer Höhe. Seit einigen Jahren wird das Schulzentrum generalsaniert und für die Zukunft fit gemacht. Insgesamt 7,2 Millionen Euro muss die Kommune dafür aufbringen. Ohne unterstützende Förderung ein utopisches Vorhaben. Weshalb Leinzell Anträge gestellt hat bei der Schulbauförderung und beim Ausgleichsstock.

Dass aus der Schulbauförderung 5,5 Millionen Euro fließen, hat das Sanierungsvorhaben überhaupt erst ermöglicht, sagt der Bürgermeister. Wohl eher nicht durchgedrungen in Stuttgart sei man mit dem Hinweis, dass die verbleibenden knapp zwei Millionen Euro für Leinzells Haushalt immer noch zu viel sind. „In unserer Finanzierung klafft jetzt ein Loch von rund 900 000 Euro“, stöhnt Leischner. Denn außer einer Kreditaufnahme und Sparen am fast abgeschlossenen Projekt gebe es für diesen Betrag keine Deckungsmöglichkeit.

Kleiner Trost für die Finanzverantwortlichen: Von den beantragten 300 000 Euro für den Bau des neuen Verbandsgebäudes sind immerhin 230 000 Euro zugesagt. Anke Schwörer-Haag

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