Marc Schäffler will Bürgermeister in Leinzell werden

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m Amtszimmer des Bürgermeisters übergibt Marc Schäffler seine Bewerbungsunterlagen an Ralph Leischner.ÌÌÌÌ ÌÌFoto: aks
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Erster Kandidat um den Chefsessel im  Rathaus gibt am Abend seine Unterlagen ab.

Leinzell. Als erster Bewerber um die Nachfolge von Ralph Leischner hat am Abend Marc Schäffler seine Unterlagen im Rathaus abgegeben. Bürgermeister sei eine Aufgabe, die ihn schon immer gereizt habe, gesteht der 36-Jährige dabei - aber nicht irgendwo, sondern nur in Leinzell, wo er aufgewachsen ist und heute lebt. Nachdem er nun beruflich genügend Erfahrung - auch in Führungspositionen - gesammelt habe, will er sich diesen Lebenstraum erfüllen. Will zum Wohl der Gemeinde und mit den Bürgerinnen und Bürgern in Zukunft viel bewegen.

Marc Schäffler hat sich als Kind und Jugendlicher in Leinzell sehr wohl und behütet gefühlt. Er schätzt das Schulzentrum als gute Bildungseinrichtung. Für ihn sei es Basis gewesen für ein erfolgreiches Berufsleben, sagt der Maschinenbautechniker, der aktuell als Konstruktionsleiter in einem großen Maschinen- und Anlagenbau-Unternehmen arbeitet. Vor allem, was er gelernt habe als Mitverantwortlicher bei Großprojekten, hauptsächlich in Asien, will er künftig zum Wohl der Gemeinde einbringen. „Haushalt und Budgetplanung sind keine Fremdworte für mich“, sagt er mit Blick darauf, dass auch in seiner beruflichen Laufbahn Verwaltungstätigkeiten eine Rolle spielen. Er sei es gewohnt, neue Themen von Grund auf anzugehen und scheue sich nicht, auch ganz konkret mit anzupacken.

Für seine Arbeit zum Wohl der Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürger würde Marc Schäffler im Fall seiner Wahl einerseits den Charme und die Kultur von Leinzell erhalten wollen. Und andererseits wichtige Bereiche zukunftsorientiert ausbauen. Dabei denkt er an die ärztliche Versorgung ebenso wie an das Betreuungsangebot etwa im Kindergarten. „Als Vater einer sechs Monate alten Tochter bin ich da ganz nah dran“, betont er, der mit seiner Lebensgefährtin im Jahr 2018 wieder ganz bewusst nach Leinzell zurückgezogen ist. Zu einem zukunftsorientierten Ausbau der Infrastruktur gehört für ihn aber auch die Digitalisierung, deren Bedeutung vor allem im Homeoffice offenkundig geworden sei. Er will den Lückenschluss des Leintalradwegs vorantreiben, weil dieser der Gemeinde Vorteile bringe. Und, so weit hat er sich in die Leinzeller Themen bereits eingearbeitet, die Sanierung des Schulzentrums weiter begleiten und die Ertüchtigung des Klärwerks.

Genau so wichtig findet Marc Schäffler es aber, die Gemeinschaft in Leinzell weiter zu fördern. Er will mit anpacken. Will die Vereine und das Ehrenamt, das Handwerk und die ansässigen Betriebe unterstützen. „Die Arbeit im Rathaus soll für alle transparent sein“, deutet er ein zeitgemäßes Engagement in den sozialen Medien an. Dazu gehöre für ihn außerdem, aktiv auf die Bürgerinnen und Bürger zuzugehen, sie und ihre Meinung in die Arbeit der Verwaltung mit einzubeziehen.

Die Gemeinde habe keine leichte Lage, sagt er mit Blick auf mangelnde Gewerbeflächen und Baugebiete. Will sich davon aber nicht abhalten lassen, will innovativ sein und Perspektiven ausloten. „Einfach kann jeder“, macht er sich und den Leinzellern Mut. Und verrät ganz zum Schluss noch seine privaten Hobbys: Waldarbeit und Imkerei. ⋌Anke Schwörer-Haag

  • Fakten zur Bürgermeisterwahl
  • Die Bürgermeisterwahl ist für Sonntag, 27. März, angesetzt. Falls ein zweiter Wahlgang nötig wäre, ist diese Neuwahl für den 10. April terminiert. Die Bewerbungsfrist hat am 15. Januar begonnen und endet am Montag, 28. Februar, um 18 Uhr. Voraussichtlich am 12. März soll eine Kandidatenvorstellung sein. Deren Modalitäten werden aber noch beraten.

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