Monis Lädle: ein „wichtiger Kommunikationsort“ in Leinzell

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Bürgermeister Marc Schäffler gratuliert Monika Daubner zum Jubiläum von „Monis Lädle“.
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Monika Daubner kann mit ihrem Ladengeschäft „Monis Lädle“ das 30-jährige Bestehen feiern. Warum das auch für Bürgermeister Marc Schäffler ein Grund zum Gratulieren ist. 

Leinzell. Draußen tanzen lustig die Luftballons im Wind - eindeutiges Signal dafür, dass diese Tage etwas Besonderes sind. Drinnen klingelt fast pausenlos die kleine Ladenglocke und alle Kunden tragen ein Lächeln auf den Lippen. Viele gratulieren und können kaum glauben, dass es „Monis Lädle“ erst 30 Jahre gibt. „Du gehörst zum Ort, seit ich denken kann“, sagt einer, der zugleich seinen Lottoschein einlöst und den Gewinn, 2.50 Euro, sofort in Briefmarken investiert.

Hier gibt es eben all die Kleinigkeiten, die unverzichtbar sind im Alltag: Knöpfe, Nadel und Faden. Aber auch Biomüllbeutel und gelbe Säcke. Stifte, Füller, Schreibpapier, wundervollen Bastelkram und Zeitschriften. Daneben orientalisch angehauchte Sommerkleider und -hosen in leuchtenden Farben. Baby- und Kinderbekleidung. Unterwäsche. Jede Menge dekorativen Schmuck, Hüte und Tücher. Hier kann man Pakete und Päckchen aufgeben oder abholen. Seine Sachen in die Reinigung bringen. Und sogar eine Schneiderin hat Monika Daubner quasi in der Hinterhand.

Mit „Monis Lädle“ hat dessen Betreiberin sich einen absoluten Lebenstraum erfüllt. Monika Daubner ist nämlich gelernte Verkäuferin. Hat ihre Ausbildung beim Woha in Schwäbisch Gmünd gemacht und nach dessen Schließung bei Märklin in der Gmünder Wilhelmstraße gearbeitet. Den Umzug der Beschäftigten von dort nach Göppingen oder in die neuen Bundesländer wollte sie nicht mehr mitmachen und beschloss: „Ich mache mich selbstständig.“

Natürlich in Leinzell, wo die gebürtige Utzstettenerin seit ihrem dritten Lebensjahr zu Hause war. „Mein Herz schlägt für Leinzell“, erklärt sie schlicht und hat zunächst im Bereich des Kreisels, schräg gegenüber der Bäckerei Weith den Modeladen „Monis Lädle“ eröffnet. Die große Schaufensterscheibe erinnert im heute als Wohnhaus genutzten Gebäude daran. Zehn Jahre später hat Monika Daubner mitbekommen, dass Margot und Hans Schneider ihr Lebensmittel- und Schreibwarengeschäft in der Gmünder Straße aufgeben wollen. Der Kontakt war schnell geknüpft, die gegenseitige Sympathie groß - und so zog Monika Daubner mit ihrem „Lädle“ einige hundert Meter weit um in die größeren Räume mitten im Dorf. Das Geschäft mit den Schreibwaren habe sie von Hans Schneider gelernt, der sie auch später bei Bedarf immer beraten habe, erzählt Monika Daubner.

Täglich zehn Stunden sind sie oder ihre Kollegin anzutreffen in „Monis Lädle“. Urlaub kennen die beiden nicht. „Aber das ist auch nicht schlimm“, sagt Monika Daubner. Denn sie liebt ihren Laden, mag den Umgang mit den Leuten sehr und versichert auch nach 30 Jahren mit dem Brustton der Überzeugung: „Ich habe nur nette Kunden.“

Jeden Morgen schließt sie deshalb um 6.30 Uhr auf. Stetig - und nicht nur zum Jubiläum - klingelt die kleine Ladenglocke. Immer hat Monika Daubner Zeit für ein kurzes Gespräch, hilft beim Ausfüllen von Formularen oder bringt, etwa wenn ein Stammkunde krank ist, die Waren oder das Päckchen auch mal persönlich vorbei.

„Das imponiert nicht nur mir“, sagt Bürgermeister Marc Schäffler, der als kleiner Bub in „Monis Lädle“ eingekleidet wurde und ihr jetzt gerne zum 30-jährigen Bestehen gratuliert. „Das hier ist kein normales Ladengeschäft, sondern ein wichtiger Kommunikationsort in der Gemeinde“, betont er bei dieser Gelegenheit.

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