Nur beim Rieg-Areal gibt es Gegenstimmen

+
Auf dieser Fläche südlich der Lein und westlich der Landsstraße will ein Investor Wohnraum schaffen.
  • schließen

Wie die erste Sitzung unter der Leitung des neuen Bürgermeisters Marc Schäffler abgelaufen ist.

Leinzell. Es ist seine Premiere. Marc Schäffler, seit 1. Juni offiziell Bürgermeister der Gemeinde, leitet an diesem Abend seine erste Gemeinderatssitzung.

Die Anfragen aus dem Gremium bringen ihn nicht in Verlegenheit: Das abgemeldete Auto, das sei längerem unter der Leinbrücke steht, hat Schäffler schon den zuständigen Behörden gemeldet. Der Eigentümer stamme aus Heidenheim und werde nun aufgefordert, das Vehikel zu entfernen, erklärt der Bürgermeister auf die Anfrage von Ralf Pander. Die tropfenden Gießkannen auf dem Friedhof, auf die der Gemeinderat ebenfalls hinweist, wurden bereits ausgetauscht.

Auch für das einstimmig und mit politischem Votum beschlossene Leinzell-ist-bunt-Banner, das nach kürzester Zeit mutwillig zerstört wurde, hat Marc Schäffler schon Ersatz bestellt. Eine Anzeige sei erstattet inklusive Hinweis, dass es sich nicht um eine einfache Sachbeschädigung handle, erfährt Edgar Neumair, der hier nachgefragt hatte.

Den Hinweis von Oliver Barth auf volle Gullydeckel und Straßenschäden nimmt der Bürgermeister mit in die Besprechung mit dem Bauhofteam. Die Anregung von Johannes Binder, den Wert der eigenen Wasserversorgung besonders in diesen Zeiten in den Fokus zu rücken, greift Schäffler ebenfalls auf.

Einstimmig folgt das Gremium dem Vorschlag der Verwaltung, den Bürgermeister ab 1. Juli als Eheschließungsstandesbeamten zu bestellen. Keinen Widerspruch gibt es zudem gegen den Entwurf des gemeinsamen qualifizierten Mietspiegels - einem Projekt, für das sich alle Gemeinden der Region zusammengetan haben. Insgesamt kostet der Mietspiegel 80 503 Euro, das Land fördert das Vorhaben mit 30 038 Euro. An der Gemeinde Leinzell bleiben 1100 Euro hängen. Die Datenerhebung hat ergeben, dass die ortsübliche Vergleichsmiete bei 6,68 Euro pro Quadratmeter liegt.

Niemand im Gemeinderat hat etwas gegen die Annahme von 200 Euro, die vom Café Leinmüller zweckgebunden für den Pool-Lifter der Wasserpatscher gespendet wurden.

Acht Ja- und vier Neinstimmen - allesamt von der SPD-Fraktion - zählt Marc Schäffler, als es um die Bebauung auf dem Rieg-Areal geht. Grundsätzlich hatte der Gemeinderat schon in einer früheren Sitzung grünes Licht für das Projekt gegeben. Nun ging eine Verschiebung der Häuser, um den vom Wasserwirtschaftsamt geforderten Abstand von fünf Metern zur Lein einhalten zu können. Dafür werde eine Tiefgarage verkleinert - ohne dass Stellplätze verloren gingen - und das Haus E geringfügig zurückversetzt. Man sei nicht generell gegen die Bebauung, sehe aber Fragen wie etwa zum Verkehr unbeantwortet, begründete Oliver Barth die Ablehnung. Einstimmig ging der Bauantrag für die Hütte der Skizunft durch.

Zurück zur Übersicht: Leinzell

Kommentare