Rewe plant den Markt jetzt mit Zufahrt von der Landesstraße

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Die neue Planung sieht eine Zufahrt von der Landesstraße, sprich Gögginger Straße, aus vor und nicht mehr über die Regenüberlaufbecken. Damit ist eine direkte Verbindung vom Leinzeller Vollsortimenter zum Gögginger Einkaufszentrum nicht mehr gegeben. Grafik: mle
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Warum der Vollsortimenter auf Leinzeller Markung trotz der Ablehnung in Göggingen offenbar doch nicht abgeschrieben werden muss.

Leinzell

Seit 2018 gibt es die Anfrage, seitdem wird geplant, diskutiert, gestritten. Im November hat der Gögginger Gemeinderat mit großer Mehrheit die Zufahrt über die neuen Regenüberlaufbecken abgelehnt mit dem Ziel, das Projekt zu verhindern. Und jetzt kommt er offenbar doch, der Rewe-Markt auf Leinzeller Markung zwischen Schule und Gögginger Einkaufszentrum.

"Jetzt erst Recht", beschreibt Leinzells Bürgermeister Ralph Leischner seinen Eindruck von der Stimmung der Investoren, den er bei seinen letzten Gesprächen mit der Rewe-Group gewonnen habe. Deshalb sei die Umplanung des Konzepts in Angriff genommen worden. Die Zufahrt zum Parkplatz des geplanten Rewe-Markts wird jetzt von der Landesstraße aus gebaut. Es wird damit keine direkte verkehrliche Anbindung an das Einkaufszentrum auf Gögginger Markung geben.

Der Rewe-Parkplatz wird vor dem rund 2000 Quadratmeter großen Markt 91 Stellplätze aufweisen, dazu einen schmalen Fußgängerüberweg, der in den Gehweg entlang der Landesstraße mündet. Die Zufahrt hat eine Steigung von sechs Prozent.

"Für uns ist es toll, für Göggingen nicht so schön", kommentiert der Leinzeller Schultes die Entwicklung. Er habe schon die Entscheidung im November nicht nachvollziehen können, erinnert Leischner. Denn damals hatten sich der Investor und die Gemeinde Leinzell bereit erklärt, ein von Göggingen gefordertes Acht-Punkte-Programm umzusetzen, sich also zum Beispiel an der Baulast für den Kreisel finanziell zu beteiligen und auch die von Rewe abgeführte Grund- und Gewerbesteuer mit Göggingen zu teilen. Das falle nun weg und der Markt komme trotzdem, schätzt Leischner.

Denn vom Regionalverband und vom Gemeindeverwaltungsverband gebe es positive Signale und auch der Straßenbaulastträger lehne eine Linksabbiegerspur auf der Gögginger Landesstraße nicht grundsätzlich ab.

Auch für die jetzt anvisierte Lösung habe es eine Zustimmung aus Göggingen gebraucht, erklärt Bürgermeister Walter Weber, denn der Bach, den die Zufahrt überquert, gehört zu "seiner" Gemeinde. Man habe, beschreibt er die Gemengelage im Gemeinderat, die Ansiedlung des Rewe-Markts nicht unterstützen, aber auch keine Verhinderungspolitik betreiben wollen. Mit Leinzell bestehe die Übereinkunft, dass jede Gemeinde auf ihrer Markung machen könne, was sie will. Voraussetzung sei diesmal nur, dass eine befriedigende Lösung für den Schulweg gefunden wird, den die Zufahrt nun überquert.

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