Schwaben schmausen fürs Ahrtal

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Das Küchenteam im „Linseneinsatz“ (v.r.): Ralph Leischner, Thomas Wiedmann, Werner Weber, Bruno Fuchs, Angelika Leischner, Birgit Weiland, Markus Weiland, Kurt Barthle.Ì
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Leinzeller Küchenteam begeistert zum zweiten Mal mit Linsen und Spätzle. Über 3110 Euro wurden so ehrenamtlich für ein Projekt im Flutgebiet erkocht.

Leinzell

Noch einmal haben sie die Messer gewetzt und die Kochlöffel geschwungen, die Mitglieder des ehrenamtlichen Küchenteams. In der Leinzeller Kulturhalle haben sie des Schwaben liebstes Gericht, nämlich Linsen, Spätzle und Saitenwürstle, zubereitet. Noch einmal sollte es portionsweise verkauft werden für die Flutopfer im Ahrtal. Denn diese Idee war schon im Januar auf Riesenresonanz gestoßen.

Damals standen 300 Portionen zum Abholen bereit. „Und leider mussten einige potenzielle Essensabholer ohne Linsen im Gepäck wieder die Heimfahrt antreten“ erzählt Bürgermeister Ralph Leischner, was dem Küchenteam so leid getan habe, dass man auf Abhilfe sann. Deshalb wurden diesmal zum einen die Portionen, die zum Abholen bereitstanden, um 50 auf 350 aufgestockt. Und zum anderen gab es das Nationalgericht nur auf vorherige Bestellung. Also musste bei Sturm auch nicht draußen in der Schlange gewartet werden. Alle Abholer hatten in der warmen, trockenen Halle Platz - mit Corona-Abstand.

Das  Küchenteam hatte tags zuvor und am frühen Morgen nicht nur mit viel Elan, sondern auch mit hörbarer Freude gearbeitet. Warum? Weil es Spaß macht, in der Gemeinschaft zu schnippeln. Aber natürlich auch, weil der Einsatz für einen guten Zweck bestimmt war. Bruno Fuchs, Angelika Leischner, Markus Weiland und Birgit Weiland würfelten unter anderem fleißig Schweinebauch. Mit von der Partie waren zudem Kurt Barthle und Werner Weber. Thomas Wiedmann befüllte den Sud mit den feinen Alblinsen.

„Alles weg“, verkündete Bürgermeister Leischner dann am Sonntag gegen 13 Uhr. Was bedeutet, dass wieder eine beträchtliche Summe „erkocht“ worden war fürs Ahrtal. Die Kassenabrechnung zeigte am Nachmittag, dass 3113,40 Euro eingenommen worden sind. Was bedeutet, dass die meisten Abholenden eine Extraspende für die Flutopfer drauflegten, also großzügig aufgerundet hatten.

„Das Geld geht projektbezogen nach Kreuzberg im Ahrtal“, kündigte Ralph Leischner an. Was bedeutet, dass man beispielsweise beim Wiederaufbau eines von der Flut weggeschwemmten Spielplatzes helfen will. Sowohl monetär als auch mit Muskelkraft. Beim ersten Linsenkochen im Januar konnten rund 3000 Euro eingenommen werden. Jetzt sogar über 3110 Euro. „Und dann haben wir ja noch die Spende des Mutlanger Strickkreises fürs Ahrtal“, erinnert der Schultes.  Dessen Sprecherin Gerlinde Seyfried hatte einen 1000-Euro-Scheck des Strickkreises treuhänderisch an Leischner übergeben, damit er mit seinem Team das Geld ebenfalls ins Ahrtal mitnehmen.

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