Zum Abschied sieben neue Bänkle

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Bruno Fuchs, Otto Müller und Ralph Leischner beim Sonntagsbänkle am Kreisel. Links das Zwitscherkästle.
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Warum Bürgermeister Ralph Leischner und sein Freund Bruno Fuchs gemeinsam mit dem Igginger Bänkles-Experten Otto Müller für die Gemeinde einen Mehrwert geschaffen haben.

Leinzell

Bänkle sind etwas Urschwäbisches und in ihrer kommunikationsstiftenden Kraft kaum zu überbieten. Der Beweis: Kaum steht das neue Bänkle am Kreisel in der Ortsmitte, ist es schon in Beschlag genommen. Zur „Einweihung“ von einer lustigen Runde. Was fast jeden Passanten zum Verweilen und viele Autofahrer zum Grüßen verleitet.

Was ist hier los? Und warum trägt die Sitzgelegenheit die merkwürdige Aufschrift „Sonntagsbänkle“? Noch-Bürgermeister Ralph Leischner erklärt das mit einem Schwenk in die Vergangenheit. Fast ein bisschen neidisch habe er gemeinsam mit seinem Freund und Feuerwehrmann Bruno Fuchs regelmäßig beobachten können, wie einst drei betagte Honoratioren - Ehrenkommandant Eugen Haag, Bürgermeisterstellvertreter Wilhelm Schneele und Gemeinderat August Neumair - sich täglich getroffen und auf einem längst nicht mehr existenten Bänkle sitzend die Gemeindepolitik und vermutlich noch viel mehr kommentiert haben. Dies im Hinterkopf haben Leischner und Fuchs vereinbart: „Wenn wir mal in Rente gehen, werden wir Leinzell für jeden Tag ein Bänkle schenken.“

Zwei Mann, ein Wort: Ralph Leischner hört am 31. Mai als Bürgermeister auf. Seit diesem Freitag gibt es nun sieben verschiedenen Sitzmöglichkeiten auf dem Gemeindegebiet. Es gibt:

ein Montagsbänkle beim Wasserhäusle am Hang Richtung Göggingen - „das mit der schönsten Aussicht. Für gute Laune die ganze Woche.“

ein Dienstagsbänkle zwischen dem Friedhof und dem neuen Regenüberlaufbecken.

ein Mittwochsbänkle am Leinwehr Richtung Täferrot.

ein Donnerstagsbänkle am Schützenhaus.

ein Freitagsbänkle oben am Skihang, beim Wendehammer der alten Gmünder Straße.

ein Samstagsbänkle am neuen Sportplatz und schließlich

das Sonntagsbänkle am Kreisel in der Ortsmitte.

Ehrensache, dass die Bänkle selbst gebaut wurden. Bruno Fuchs hat die Füße aus Beton gegossen. Gemeinsam wurden die Holzbohlen organisiert und befestigt. Den Auftrag für die Beschriftung hat der Igginger Bänkles-Experte Otto Müller gerne angenommen. Ebenso wie er den Gag zur Banklesübergabe unterstützt und das „Zwitscherkästle“ beschriftet hat. Eine schmucke Nistgelegenheit, die die Bauhofmitarbeiter Thomas Ammon, Florian Traa und Thomas Max zum Bänkle-Einweihungsfestle mit Süßem und Hochprozentigem gefüllt haben.

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