Mit Transparenten statt in Overalls

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Neun Menschen demonstrierten in Mutlangen.

Kritik von neun Personen richtet sich gegen die Coronaverordnungen von Kreis und Land.

Mutlangen. Ohne weiße Overalls, Fackeln oder rote Armbinden versammelten sich am frühen Abend acht Personen in Mutlangen, um gemeinsam mit Organisator Stefan Schmid gegen die Pandemie-Verordnungen zu demonstrieren.

Die weißen Overalls, die bei den letzten Aufmärschen für Irritationen gesorgt hatten und derentwegen eine Demonstration in Durlangen seitens des Landratsamtes untersagt wurde, waren nicht zu sehen. Sie seien ja verboten worden, merkte ein Demonstrant an.

Sie sei vom Landratsamt über den Aufmarsch informiert worden, meinte Bürgermeisterin Stephanie Eßwein. Das Versammlungsgesetz sei eines der höchsten demokratischen Güter in der Bundesrepublik, von daher habe Jeder das Recht zu demonstrieren, um seine persönlichen Ansichten kundzutun. Dass die Demonstranten auf ihre weißen Gewänder verzichtet haben, beruhigt die Bürgermeisterin ein Stück weit. Mit vier Polizeistreifen und zwei Abgeordneten der Versammlungsbehörde des Landratsamtes begleiteten mehr Landesbeamte als Teilnehmer den Zug durch Mutlangen. Die Kritik der Demonstranten richtete sich dieses Mal weniger gegen die Coronaschutzverordnungen, als vielmehr gezielt gegen Landrat Dr. Joachim Bläse. Auf Transparenten wurde ihm die Frage gestellt: "Kritik nicht erwünscht, Herr Bläse?", ebenso wurde ihm "Behördenwillkür im Ostalbkreis" vorgeworfen. Und ein Transparent forderte dann doch noch, den "Corona-Wahnsinn stoppen".

Gegendemonstranten oder Mitstreiter waren nirgends zu sehen.

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