Mit Wiesenbrunch und Familienrallye durch den Wald

+
In den Wiesen am Baumgarten unterhalb von Kirche und Gemeindehalle soll der Brunch und der Ausgangspunkt für die Rallye sein.
  • schließen

Bürgerwerkstatt Obergröningen sammelt erste Ideen für den Gemeindetag im kommenden Juni.

Obergröningen. „Keines der Themen könnte besser zu uns passen“ - nach gut einer halben Stunde in der Ideenwerkstatt sind sich die Obergröninger und Bürgermeister Jochen König einig: Wald und Wiese ist das richtige Motto für die kleinste Gemeinde im Landkreis, wenn sie am 11. Juni 2023 ihren Beitrag zum Jubiläum gestalten soll.

Die Bürgerwerkstatt beginnt mit einer Feststellung und einem Geständnis: „Halb Obergröningen ist im Urlaub“, sagt eine Teilnehmerin und blickt sich um. Hier, wo tatsächlich fast jeder jeden kennt, wissen die Versammlungsteilnehmerinnen sogar, wo sich die fehlenden kreativen Köpfe gerade verdientermaßen erholen. Den Termin habe er nicht anders wählen können, erklärt der Bürgermeister, denn bis zum Ende des Monats müssten die Ideen der einzelnen Gemeinden dem Landratsamt gemeldet werden. Zum Glück haben immerhin sieben kreative, „g'schaffige“ Frauen und ein Mann den Weg in die Gemeindehalle gefunden und viele Vorschläge mitgebracht. Dass es an diesem Abend weniger Ideengeber sind, kann also nur einer nicht so ganz leicht verschmerzen, gesteht der Schultes. Er hat nämlich die Wette verloren, dass die Obergröninger mehr Bürgerwerkstattbesucher aufbringen, als ihre Eschacher Nachbarn am Tag zuvor.

Nach diesem Vorgeplänkel geht es in die Vollen: „Einen guten Start in den Sonntag“ mit einem ökumenischen Gottesdienst im Grünen schlagen die Bürger vor. Der Posaunenchor könnte das musikalisch umrahmen, die Kinderkirche das Geschehen mitgestalten. Auch die Örtlichkeit steht schnell fest: Die Wiesen im Baumgarten, direkt unter der Gemeindehalle am Weg hinunter zur Kläranlage.

Auf diesen Wiesen könnte im Schatten der Obstbäume nach dem Gottesdienst auch ein ausgiebiger Wald- und Wiesen-Brunch veranstaltet werden. „Um Details dazu brauchen wir jetzt nicht diskutieren“, versichert Jochen König. Im Herbst wird es mindestens ein Treffen geben mit Vereinsvorständen und weiteren Engagierten, bei denen diese Dinge weiter vertieft und festgelegt werden.

Nach etwa einer Stunde Gottesdienst und einer weiteren Stunde brunchen könnte von diesen Wiesen aus eine Familienwaldrallye starten. Im Vorgriff habe er dafür schon mal Interesse am Waldmobil der Forstbehörden angemeldet, verrät Jochen König, der dieses Informationsangebot bei Besuchen an der Grundschule kennen gelernt hat. Neben Infotafeln zu Tieren, Pflanzen und Naturzusammenhängen im Wald gebe es da auch Angebote für alle Sinne - fühlen, riechen, schmecken. Dazu fachkundige Betreuung, die am Aktionstag in der Gemeinde vermutlich aber von Obergröningern unterstützt werden müsste. „Da haben wir ja Experten im Gemeinderat“, sagt eine der Anwesenden augenzwinkernd.

Im kreativen Brainstorming wird dann ein Rundweg von den Wiesen am Baumgarten durch den Wald und zurück diskutiert. Immer mehr reift das Konzept in Richtung Schnitzeljagd mit verschiedenen Stationen, einige zur Verpflegung, andere mit Herausforderungen. Ein Blatt von einem bestimmten Baum, eine vorgeschriebene Blume oder anders könnten die Teilnehmer mitbringen müssen. Womöglich könnte man die Feuerwehr einbinden - nicht nur mit einer Station auf der Familienrallye, sondern auch um die Straße hinunter ins Kochertal während der Aktion abzusichern. Zu all diesen Ideen sollen nun mögliche Mitmacher gefragt und gewonnen werden. Auch Einzelheiten seien noch längst nicht festgeklopft - man befinde sich erst am Anfang, sagt König. Weiteres werde man dann ab Oktober festlegen. Und, ergänzt er, der Gewinn des Aktionstages komme der Allgemeinheit zugute. ⋌Anke Schwörer-Haag

Zurück zur Übersicht: Schwäbischer Wald

Kommentare