Musik unterm Weihnachtsbaum und Losglück

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Die Mitglieder des Musikvereins Zmmerbach haben große Mühen auf sich genommen, um einen coronakonformen Auftritt vor Publikum zu ermöglichen.
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Der Musikverein Zimmerbach bringt weihnachtliche Stimmung in den Ort.

Durlangen-Zimmerbach. Endlich konnten die Musiker des Musikvereins Zimmerbach nach monatelanger Durststrecke wieder einen öffentlichen Auftritt vor Publikum meistern. Das traditionelle „Musizieren unterm Christbaum“ lockte in den vergangenen Jahren immer zahlreiche Menschen auf den Dorfplatz in Zimmerbach. Mit den musikalischen Weihnachtsgrüßen stimmte der Musikverein die Dorfgemeinschaft jeden vierten Advent auf die Weihnachtszeit ein.

Verein pflegt viele Traditionen

Bisher wurde die Veranstaltung nur zweimal abgesagt, erinnert sich Schriftführerin Christina Mezger. Einmal tobte ein schwerer Sturm und im vergangenen Jahr bremste die Pandemie die Musikerfamilie aus. Das weihnachtliche Musizieren ist nur eine von vielen liebgewordenen Traditionen, mit denen der Musikverein rund um Vorstand Tobias Abele und Timo Killinger Freunden, Bekannten und Mitbürgern schöne Stunden beschert.

Das Inselfest im Juli ist ein Besuchermagnet, zu dem Gäste aus dem weiten Umland anreisen und befreundete Musikkapellen unterhalten. Die Fladen aus dem Holzbackwagen sind der Renner, für den sich Gäste gerne in einer langen Warteschlange einreihen.

Der erste Mai wird mit einem Platzkonzert unterm Zimmerbacher Maibaum begangen, auch hier verwöhnen die Zimmerbacher Musiker mit Leckerem aus dem Backofen. Den letzten gemeinsamen Auftritt gab's Anfang November, ebenfalls auf dem Zimmerbacher Dorfplatz, als der Musikverein seinen neuen Dirigenten Martin Pschorr vorstellte.

Mit viel Aufwand konnte nun am Sonntag die Weihnachtsmusik auf dem Dorfplatz stattfinden. „Wir haben uns getraut“, meint Christina Mezger zufrieden beim Anblick der Gäste. Ein strenges Hygienekonzept war erstellt und von Bürgermeister Dieter Gerstlauer abgesegnet worden. „Das Konzert wurde buchstäblich aus dem Boden gestampft“ meint Mezger, dabei habe der neue Dirigent sogar noch einige andere Ideen vorweihnachtlicher Auftritte im freien gehabt.

Am Sonntag ist der Wunsch des Musikvereins, endlich wieder gemeinsam zu musizieren und die dörfliche Gemeinschaft zu pflegen, in Erfüllung gegangen. Die große Tanne auf dem Dorfplatz erstrahlte festlich, Glühweinduft überzog das Areal. Eigentlich war alles so wie die Jahre zuvor. Aber eben auch ganz anders. Einlasskontrollen sorgten für die Einhaltung der 2G-plus-Regelung, das Gelände war abgesperrt. Vorsitzender Timo Killinger bedankte sich bei den Besuchern, die trotz „widriger Bedingen“ bei Nebel und Kälte gekommen waren und versprach „schöne Stunden“.

Mit stimmungsvollen Liedern eröffnete das Bläserensemble des Vereins den musikalischen Reigen. Dass der Beifall gedämpft ausfiel, lag an den Handschuhen, die viele Besucher trugen. Eine Neuerung war das Spiel der vier Kaiserbergbläser aus Ottenbach, die mit ihren Alphörnern alpenländische Klänge auf den Dorfplatz brachten. Bei ihrem Auftritt erhielten die aktiven Musiker Unterstützung durch die Kinder und Jugendlichen des Vereins, die erschwerten Umstände des Übungsbetriebs waren nicht zu hören. Trotz Onlineübungsabenden konnten auch die Jüngsten stolz auf ihre hervorragende Leistung sein und berechtigten Applaus genießen.

Eine weitere Neuerung war die Tombola, deren Lose reißenden Absatz fanden. Zahlreiche Gewinner freuten sich über Verzehrgutscheine für das nächste Inselfest. Einmal ein Ständchen gespielt zu bekommen, rückte für andere Gewinner in greifbare Nähe. Andrea Rohrbach

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