Beim „Lämmle“ fehlt's an den Türen

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Baustand Lämmle Mutlangen
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Sechs Gruppen sollen in der Kindertagesstätte in der Mutlanger Ortsmitte nach dem Ende der Bauarbeiten untergebracht werden. Doch der Zeitplan ist durcheinander.

Mutlangen

Eigentlich, so beginnt diese Geschichte, hätte die die „neue“ Kindertagesstätte Lämmle bis Ende August fertig sein sollen. Uneigentlich haben sich alle zwar mächtig angestrengt - aber Material und gesundes Personal sind seit Monaten Mangelware. Ganz konkret können zum Beispiel die Fenster und die Innentüren für das Lämmle nicht geliefert werden. „Es ist einfach kein definierter Termin zu bekommen“, beschreibt Architekt Rainer Nitschke das Dilemma.

Darüber hatte er in der letzten Sitzung vor der Sommerpause auch schon den Gemeinderat informiert. Wie schwierig es ist, überhaupt einen Auftragnehmer zu finden für die jeweiligen Gewerke und auch, dass aktuell nur Tagespreise aufgerufen werden. Kleine Beruhigung in diesem Zusammenhang: Bei den Baukosten rechnet man derzeit nur mit einer „kleinen Preissteigerung“ von rund zwei Prozent, das wären so um die 23 000 Euro.

Jetzt sei der Estrich belegereif, sagt Nitschke wenige Tage später auf Anfrage. Und auch die Dächer sind abgedichtet. Ende August, rechnet der Architekt, können der Neubau und der Bestandsteil des Lämmle voraussichtlich zusammengeführt werden. Bis dahin seien, um den laufenden Betrieb nicht zu stören und aus Sicherheit, beide Gebäudeteile noch komplett voneinander getrennt. Bei der Zusammenführung werden dann die Fenster im Bestandsbau entfernt und die Brüstungen abgeschnitten. Aber, sagt er Architekt mit Blick auf die derzeitige Situation am Bau, „alles, was wir planen, kann sich kurzfristig ändern“.

Dass die sechste Kindergartengruppe nicht, wie erhofft, im September mit dem Start des Kindergartenjahrs ins Lämmle einziehen kann, damit haben sich Planer, Verwaltung, das Erzieherinnenteam und die Eltern schon im Juli abfinden müssen.

Ein Trostpflaster

Trostpflaster dieser aufregenden Entwicklung: Dank des guten Miteinanders in der Gemeinde gibt es einen Plan B. Die sechste Lämmle-Gruppe wird erst mal im Franziskus-Gymnasium unterkommen. Die Schule habe diese Lösung angeboten, berichtet Bürgermeisterin Stephanie Eßwein dankbar. Es gibt für die Kindergartenkinder einen Extra-Zugang und eigene Toiletten. Und Erfahrungen mit den Räumen hat die Gemeinde auch schon, denn das Gymnasium hatte schon einmal den Allerjüngsten erfolgreich Asyl angeboten.

Trotzdem wolle man das Ziel nicht aus den Augen verlieren und den Fokus darauf ausrichten, die Kita mit den neuen Räumen so schnell wie möglich in Betrieb zu nehmen, sagen die Bürgermeisterin und der Architekt übereinstimmend.

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