Nachruf

Christiane Schuhmacher ist tot

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Christiane Schumacher
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Die Mutlanger Medizinerin Dr. Christiane Schuhmacher, Initiatorin und langjährige Vorsitzende der Stiftung für Menschen mit Down-Syndrom, ist gestorben.

Mutlangen. Sie war Ärztin, aber sie war weit darüber hinaus für Menschen da: Die Mutlanger Medizinerin Dr. Christiane Schuhmacher, Initiatorin und langjährige Vorsitzende der Stiftung für Menschen mit Down-Syndrom, ist gestorben. Ihr Ziel war es, Menschen mit Down-Syndrom ein Forum und mehr Akzeptanz in der Gesellschaft zu verschaffen. Sie setzte sich unter anderem immer für Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung ein. Schließlich, so informiert die Stiftung, ist das Syndrom keine Krankheit. Es ist eine Genmutation, bei der das Chromosom 21 oder Teile davon in den Zellen dreifach vorkommen. Deshalb wird es auch als Trisomie 21 bezeichnet.

2005 gründete sie mit Mitstreitern die Stiftung, die 2008 als selbstständige Stiftung anerkannt wurde. Sie hilft zum Beispiel, wenn notwendige Therapien nicht bezahlt oder Integrationshilfen nicht gewährt werden. Die Stiftung unterstützt aber auch die medizinische Forschung oder die Entwicklung neuer Lebensformen für Menschen mit Downsyndrom.

„Sie haben viel verändert, sagte die Staatssekretärin im baden-württembergischen Kultusministerium, Marion von Wartenberg, als sie Christiane Schuhmacher 2015 in Mutlangen das Bundesverdienstkreuz überreichte. Sie würdigte damit auch Schuhmachers Einsatz, um Wissen über das Down-Syndrom in der Gesellschaft zu verbreiten. Der damalige Ostalb-Landrat Klaus Pavel stellte bei diesem Anlass fest: „Sie sind mit Ihrem Engagement ein wichtiges Vorbild.“ Und der damalige Mutlanger Bürgermeister Peter Seyfried bescheinigte ihr „eine beachtliche Lebensleistung“. Bei diesem Anlass gab Dr. Christiane Schuhmacher auch den Vorsitz der Stiftung an Rita Lawrenz weiter.

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