Der Baustart am Mutlantis naht

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Das marode Dach, der undichte Beckenumgang, die Technik im Keller - dass die Sanierung des Mutlantis unumgänglich ist, habe man in den letzten Betriebsmonaten immer wieder zu spüren bekommen, sagt die Bürgermeisterin. Fotos: Gemeinde Mutlangen
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Seit Ferienbeginn ist das beliebte und viel genutzte Mutlanger Bad geschlossen. Wie es um den Zeitplan für die Sanierung steht und was alles in Angriff genommen wird.

Mutlangen

Daran will Bürgermeisterin Stephanie Eßwein nicht zweifeln: „Wir werden die Sanierung des Mutlantis jetzt starten. Der Zuschussgeber hat uns die Frist gesetzt, dass wir bis Ende 2023 fertig sein müssen. Und es ist wichtig, dass die Kinder aus den Mutlanger Schulen, aber auch die Heide- und Klosterbergschüler, schwimmen lernen. Das gehört zum Bildungsauftrag.“

Zu Beginn der Sommerferien wurde das Mutlantis also geschlossen, um die Sanierung vorzubereiten. Die Gewerke sind ausgeschrieben und, das freut die Bürgermeisterin, es wurden von den Firmen sogar fleißig Unterlagen abgeholt. Die Submission, also das gleichzeitige Öffnen aller Angebote unter Aufsicht, ist am 26. und 27. September. Weil es sich nicht um kleine Maßnahmen handelt und die Zahlen sorgfältig auf mögliche Rechenfehler geprüft werden müssen, sei die Sondersitzung des Gemeinderats zur Vergabe der Arbeiten jetzt für Mitte Oktober terminiert, sagt die Bürgermeisterin, womit sich der Baubeginn ganz leicht verschiebt von Anfang auf dann Mitte November.

Der weitere Baufortschritt ist wie folgt geplant: Bis Februar werden die Abbrucharbeiten in den Bereichen von Dach und Rohbau ausgeführt, da wo saniert oder erneuert wird. Ab Februar laufen dann die Rohbauarbeiten, ab März bis Juli die Dachsanierung. Fast gleichzeitig sind die Technikgewerke im Keller eingeplant - nämlich von März bis August. Der Ausbau geht dann von Mai bis Juli.

Der Einbau des Edelstahlbeckens nehme etwa einen Monat in Anspruch, sagt die Bürgermeisterin. Und sie hofft, dass das Bad bis zum Schuljahresbeginn 2023/24 wieder geöffnet werden kann. Für den Schulsport, für Schwimmkurse, für den Gmünder Schwimmverein und auch für den rührigen Förderverein, dessen öffentliche Badezeiten am Freitag und Sonntag mehr und mehr genutzt werden, lobt die Bürgermeisterin das beachtliche Engagement und wünscht den Ehrenamtlern nach der Sanierung noch größeren Zulauf.

Aktuell geht man von 3,2 Millionen Euro Baukosten aus, 1,4 Millionen kommen vom Bund, 1,8 Millionen ist der Eigenanteil.

Das wird am Mutlantis saniert

Abdichtung des gesamten Dachs mit Einbau einer Wärmedämmung nach den Vorgaben der Energieverordnung.

Die undichte geflieste Auskleidung des Sportbeckens wird durch ein Becken aus Edelstahl ersetzt.

Der Beckenumgang mit der undichten Fuge wird saniert und komplett neu gefliest.

Es wird ein barrierefreier Zugang für den Nichtschwimmerbereich geschaffen, indem ein Plattformlift eingebaut wird.

Die Badewassertechnik wird erneuert.

Trinkwasserverrohrung und Elektroverkabelung im Untergeschoss werden erneuert.

Den „Kunst am Bau“-Vorschriften des Landes wird entsprochen.

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