Drei Bauprojekte in Mutlangen

+
Das Haus 3 der Hornbergschule, in welchem aktuell die Mensa untergebracht ist, soll aufgestockt werden. Foto: Tom
  • schließen

Gemeinderäte befassen sich mit Baumaßnahmen an der Hornbergschule, im Freizeitbad „Mutlantis“ und in der Kindertagesstätte „Lämmle“.

Mutlangen

Wichtige Weichen stellte der Gemeinderat um Bürgermeisterin Stephanie Eßwein in der letzten Sitzung vor der Sommerpause. Den Beginn machte die energetische Sanierung und funktionale Neuordnung der Hornbergschule. Insgesamt sind dafür rund 18,65 Millionen Euro Baukosten für drei Bauabschnitte bis einschließlich 2026 angesetzt.

Gestartet wird am Haus 3, in dem sich auch die Mensa befindet, kündigte Architekt Tilo Nitsche an, unter anderem mit einer Aufstockung und zusätzlichen Klassenräumen. Bis Ende 2023 soll dieses Vorhaben realisiert sein und rund acht Millionen Euro verschlingen. Es folgen Umbauten für rund sieben Millionen Euro am Haus 1, in dem die Verwaltung ist. „Das Herzstück“, wie Kämmerer Friedrich Lange es beschrieb. Zuletzt wird das Haus 2 angegangen, in dem auch Besprechungszimmer und die Schulsozialarbeit untergebracht wird.

Die Kosten sind mit 3,68 Millionen Euro beziffert. Zwischen den Gebäuden werden Verbindungsstege gebaut. Die Maßnahmen umfassen auch Fluchttreppen für den Brandschutz. Architekt Nitsche kündigte an, dass manche Baumaßnahmen parallel durchgeführt werden, aber immer so, dass der Unterrichtsbetrieb so wenig wie möglich beeinträchtigt wird. „Wir können eben nicht nur in den Ferien arbeiten“, bedauerte er, dass dies trotz aller Vorkehrungen doch unvermeidlich ist. Der Planung wurde zugestimmt, nachdem sie bereits Ende April bei einem Ortstermin mit den Gemeinderäten und der Verwaltung durchgesprochen worden war. Durch gestiegene Zuschüsse wird der Eigenanteil bei den Baukosten um 2,35 Millionen Euro gesenkt, bemerkte Kämmerer Lange zufrieden. Dieser liege bei rund zehn Millionen Euro.

Kindertagesstätte „Lämmle“

Mit der Feststellung: „Eine verrückte Zeit“, führte Bürgermeisterin Eßwein ins nächste Thema ein: Die Erweiterung der Kindertagesstätte „Lämmle“. Architekt Rainer Nitschke von N2 Architekten aus Fellbach stellte fest: „Kleines Projekt mit großen Problemen.“ Lieferschwierigkeiten beim Material, immer wieder Krankheitsfälle durch Corona bei den Bauunternehmen und wenig bis gar keine Angebote von Firmen für anstehende Arbeiten sorgen immer wieder für Verzögerungen am Bau. Positives gibt es bei den Kosten zu berichten: Als „adäquat“, beschrieb Nitschke die Preissteigerung von rund zwei Prozent. Bis Herbst soll die Erweiterung fertig sein. Allerdings hakt es noch am Liefertermin für Innentüren und Fenster. Sollte bis zum Start des Kindergartenjahres 2022/2023 kein Einzug möglich sein, gebe es laut Bürgermeisterin Eßwein einen „Plan B“: Im Franziskusgymnasium könnte provisorisch eine Kita-Gruppe eingerichtet werden. „Die Überbrückungszeit klappt“, erklärte sie.

Mutlantis

Es folgte ein Sachstandsbericht zur Teilsanierung des Freizeitbads „Mutlantis“ für 3,2 Millionen Euro. Der bewilligte Bundeszuschuss mit 1,3 Millionen Euro liegt vor, und sollte ein gestellter Zuschussantrag aus dem Ausgleichstock nicht bewilligt werden (570 000 Euro), wird der Eigenanteil bei 1,9 Millionen Euro liegen. Die Sanierung startet im November 2022, bis Juli 2023 will man alle Arbeiten erledigt haben.

Eßwein informierte über eine Anfrage von Schwimmvereinen zur Verschiebung der Sanierung, da das Schwäbisch Gmünder Bad wegen der aktuellen Gasversorgungsproblematik über den Winter schließen könnte. Das „Mutlantis“ hingegen wird alternativ beheizt. „Aber das können wir natürlich nicht“, erinnerte sie an Fristvorgaben der Zuschussbehörde.

Zurück zur Übersicht: Mutlangen

Kommentare