Ehrenkommandant: Rainer Wagenblast ist die Kameradschaft wichtig

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Sein Leben für die Feuerwehr haben die Mutlanger ihrem Ehrenkommandanten in einem Fotobuch zusammengefasst - vom Einsatz bis zur Arbeit hinter den Kulissen bei so manchem Fest.
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Warum die Mutlanger Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner Rainer Wagenblast die Würde eines Ehrenkommandanten zugesprochen haben und was er außerdem bewirkte.

Mutlangen

Das ist einer, dem Ehre gebührt. Da waren sich die Mitglieder der Mutlanger Wehr einig und haben Rainer Wagenblast jüngst bei der Hauptversammlung zum Ehrenkommandanten ernannt.

Diese höchste Auszeichnung, die eine Feuerwehr eigenständig aussprechen kann, ist ein Ritterschlag für einen Floriansjünger durch und durch. Und einen Mann, der Mutlangen als Gemeinde mitgeprägt hat. 1979 ist Rainer Wagenblast in die Feuerwehr eingetreten. „Damals musste man noch 18 Jahre alt sein“, erzählt der gebürtige Mutlanger. „Relativ bald“, 1986 nämlich, wurde er Gruppenführer, 1988 hat er die Leitung der Jugendfeuerwehr übernommen und schnell für eine kleine Revolution gesorgt. Ab 1990 wurden in Mutlangen auch Mädchen aufgenommen. Die ersten sechs seien dicke Freundinnen gewesen - was den Start erleichtert habe, erinnert sich Rainer Wagenblast - und auch, dass die Mädels in der Mutlanger Wehr einst sogar dem Fernsehen eine Reportage wert waren. 1992 organisierte Wagenblast mit seiner jungen Truppe das Jubiläum 20 Jahre Jugendfeuerwehr mit einem Kreiszeltlager auf der Mutlanger Heide, das mit 200 Teilnehmenden Vorbild war für die tollen Zeltlager, die es bis heute gibt. Und von 1993 bis 2002 war er obendrein Kreisjugendwart der Floriansjünger.

Quasi nahtlos ging es weiter mit der Verantwortung bei den Erwachsenen. 2001 übernahm Rainer Wagenblast die Führung der Mutlanger Wehr von Hans Bader und lebte von Anfang an den Grundsatz: „Ich bin erster unter Gleichen“. Die Kameradschaft war ihm besonders wichtig, dass alle eingebunden sind, war ein großes Ziel, verbunden mit dem Wissen „die Kritiker haben oft gute Ideen“. Dass er diesem eigenen Anspruch gerecht wurde, das haben die Mutlanger ihrem Ehrenkommandanten versichert, als Rainer Wagenblast aus dem Einsatzdienst ausgeschieden ist. Froh darüber, dass er ab 2016 mit Daniel Hirsch und dessen Stellvertretern - zunächst Martin Wahl und Johannes Bader sowie inzwischen Luis Schmid und Johannes Bader - die Wehr in besten Händen weiß.

Wenn alle mit offenen Karten spielten, könnten Feuerwehr und Gemeinde vieles für die Bürger und das Gemeinwohl erreichen, fasst Rainer Wagenblast seine Erfahrung zusammen und erinnert sich dabei auch an die tolle Partnerschaft mit Waidbruck oder an Aktionen wie die Tour Ginkgo. Jeder habe sich auf den anderen verlassen können.

Für die Feuerwehr hat Rainer Wagenblast schon 2011 einen Verein der Freunde und Förderer gegründet. „Damit auch Leute die Arbeit unterstützen können, die nicht aktiv bei der Wehr sind“, sagt er in dem Bewusstsein, dass hier in den Jahren schon viel getan werden konnte.

Erfahren im Metier hat sich Rainer Wagenblast auch bei der Gründung des Fördervereins Mutlantis eingebracht und maßgeblich daran mitgewirkt, dass noch Öffnungszeiten des Bads für die Allgemeinheit möglich sind. In beiden Vereinen hat Rainer Wagenblast die Verantwortung weiter gegeben, als die Entwicklung in die richtigen Bahnen lief. Behalten hat der Automechanikermeister und leidenschaftliche „Schrauber“ den Vorsitz im Freundeskreis Historische Fahrzeuge, dessen Gründung ebenfalls sein Werk ist.

Bekannter Kopf

Zeitungsausträgerin und Honigexpertin Irmgard Kurz.

Ein bekanntes Gesicht in der Gemeinde ist Irmgard Kurz. Sie lebt im Teilort Pfersbach und sorgt seit vielen Jahrzehnten dafür, dass die Leser der Gmünder Tagespost täglich ihre Zeitung im Briefkasten haben. Und neben dieser Tätigkeit kümmert sie sich zum Beispiel gerne darum, dass die Besucherscharen auf dem legendären Vatertagsfest bewirtet werden. Wenn sie nicht gerade als leidenschaftliche Imkerin nach ihren Bienen schaut, deren süße Produkte sie vertreibt. 

Instagram-Fotomotiv

friedenshütte mutlangen

Ende 1983 wurden neue Pershing II Raketen nach Mutlangen geliefert, was großen Protest hervorrief. Eine private Scheune wurde zur Verfügung gestellt, damit die Aktiven der Friedensbewegung mit einer Dauerpräsenz den Widerstand organisieren - und damit Journalisten arbeiten und über die Blockade des Raketenlagers auf der Mutlanger Heide berichten konnten. Bis heute ist die Pressehütte Zentrum für gewaltfreien Widerstand gegen Atomwaffen.

Schon gewusst?

Die beiden Figuren auf dem Kreisel, der im Gewerbegebiet zu finden ist, spielen offensichtlich mit den Muskeln. Ein Symbol für die Stärke Mutlangens über die ganzen Jahrhunderte. Und Hinweis auf die Legende, wonach der Ort vom Stammeshäuptling „Muotho, dem Mutigen“ gegründet worden sein soll. Immer wieder gab es Wortspiele mit dem Namen, etwa bei den Demonstrationen für die Ortsumfahrung. „Unser Mut wird langen“ stand auf den Transparenten. jan 

kreisel mutlangen

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