Ein Anbau am Klinikum mit drei Schwerpunkten

+
Im Bereich der Tageskliniken sind die Behandlungsräume schon fertig.
  • schließen

Knapp 20 Millionen Euro investiert der Ostalbkreis derzeit in einen Neubau am Stauferklinikum. Was dort später alles untergebracht ist und wie der Zeitplan aussieht.

Mutlangen

Einladend öffnet sich die Glastüre an diesem Vormittag - gibt den Blick frei auf das Innenleben des Neubaus am Stauferklinikum. Anders als von außen, von wo aus der im Juni 2019 begonnene Bau schon ziemlich fertig aussieht und die Apotheke mittlerweile eingezogen ist, braucht der Besucher hier, auf der Baustelle im Innern, noch ein bisschen Fantasie. Oder Nachhilfe von Experten wie Vorstand Thomas Schneider und Baumanager Christoph Kochendörfer. Die beiden sehen sich im Erdgeschoss um und haben zwischen all den Kabeln, offenen Räumen und zum Auspacken bereitgestellten Materialien sofort den Überblick.

Gleich hier, „ebenerdig“ auf 1483 Quadratmetern, entsteht hier der Bereich, der später wohl am meisten Publikumsverkehr hat: Die zentrale Notaufnahme, die Dr. Stefan Waibel leiten wird. Hier gibt es mit Untersuchungs- und Überwachungseinheiten, einer Radiologie, einem Schockraum und am östlichen Ende des Flurs einer Liegenanfahrt, alles, was im Notfall gebraucht wird. Ebenfalls - und das ist gut für die Synergie - entsteht hier die Bereitschaftspraxis der niedergelassenen Ärzte. „Wer als Notfallpatient ins Klinikum kommt, wird hier empfangen, untersucht und je nach Art und Schwere der Erkrankung direkt an die richtige Stelle weiter geleitet“, freut sich Vorstand Thomas Schneider schon heute auf die dann optimalen Bedingungen für die Patienten ebenso wie für die Ärzte und das Pflegepersonal.

Genauso groß dürfte die Vorfreude bei der zweiten Funktionseinheit sein, die in den Neubau einzieht. Auf 1431 Quadratmetern auf Ebene 2 richten Chefarzt Professor Dr. Holger Hebart eine Onkologische Tagesklinik und Chefarzt Dr. Erik Schlicht eine gynäkologisch onkologische Tagesklinik ein, ergänzt durch eine Facharztpraxis für Hämatologie und Onkologie, die Professor Dr. Holger Hebart betreibt. Deutlich mehr Plätze stehen dann für Krebspatienten in beiden Bereichen zur Verfügung. Bautechnisch sind hier die Arbeiten schon so weit fortgeschritten, dass im April der Umzug sein dürfte, informieren die Experten.

Extrem anspruchsvolle Technik wird „im Keller“ verbaut. Hier entsteht auf knapp 800 Quadratmetern die Zentralapotheke für alle drei Klinikstandorte im Ostalbkreis mit Zytostase-Herstellung und Reinraumlabor. Von der Spezialnahrung für die Frühchen bis zu den Medikamenten für die Chemotherapien wird hier alles für den Bedarf produziert. Unmengen an Stromkabeln und Leitungen deuten an, was dafür in Medizintechnik investiert werden muss.

Insgesamt kostet der für die ambulante und stationäre Versorgung im Ostalbkreis wichtige Bau knapp 20 Millionen Euro. Aktuell geht der Bauzeitenplan davon aus, dass die Tagesklinik im April, die Labore im Juni genutzt werden können. Die zentrale Notaufnahme soll vor der Sommerpause 2023 starten.

Das wird optimal für Patient und Personal.“

Thomas Schneider, Vorstand Kliniken Ostalb
Vorstand Thomas Schneider (m.) und Baumanager Christoph Kochendörfer haben den Überblick.
In einigen Bereichen des Gebäudes braucht der Besucher heute noch Fantasie, um sich den fertigen Zustand vorstellen zu können.
Der neue Anbau am Stauferklinikum von außen.
Eine der Empfangstheken.
Überall wartet noch Material auf die Verarbeitung.
Noch im April soll der Umzug in die Tageskliniken sein.
Die Apotheke am Stauferklinikum hat schon geöffnet.
Große Flure erlauben den bequemen Transport der Patientenbetten.
Überall auf der Baustelle sind noch Kabel zu sehen - auch ein Indiz für den hohen technischen Standard, der hier umgesetzt wird.
Direkt aus der Notaufnahme gibt es einen Zugang zur Liegendanfahrt.

Zurück zur Übersicht: Mutlangen

Mehr zum Thema

Kommentare