Für jede Familie gibt es einen Paten

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Stellvertretend für alle dankte Stephanie Eßwein den Helferinnen der ersten Stunde(v.l.): Übersetzerin Anastasia, Viktoriya Lazarets, Corinna Witten , Valerie Weber, Stefanie Köder, Irina Maillet. ÌFoto: aks
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Großes Interesse am ersten Treffen des Helferkreises im Mutlanger Forum. Gemeinde hat schon 80 Geflüchtete untergebracht.

Mutlangen

Sich kennenlernen, ins Gespräch kommen, ein Netzwerk bilden - sowohl unter den Helfenden wie auch unter denen, die zurzeit jede Unterstützung brauchen können: Diese Ziele hat das erste Treffen des Ukraine-Helferkreises mehr als erreicht. Schon im Vorfeld war klar, dass der ursprünglich geplante Raum in der Begegnungsstätte in der Forststraße nicht ausreichen würde. Doch auch im großen Saal des Mutlanger Forums wurde es schnell gemütlich eng, mussten noch Tische und Stühle herbeigeschafft werden.

Bürgermeisterin Stephanie Eßwein erklärte in ihrer kurzen Begrüßung das Konzept, mit dem in der Gemeinde die Hilfe für die inzwischen 80 Personen organisiert ist, die in Mutlangen Schutz gefunden haben. Jeder Flüchtlingsfamilie ist eine Patin oder ein Pate zugeordnet, der als erster Ansprechpartner sich um Wohnraum und dessen Ausstattung, um Lebensmittel und Hygieneartikel, im Bedarfsfall um Medikamente oder um SIM-Karten kümmert. Außerdem geben die Paten Hilfestellung bei der Anmeldung im Rathaus und im Ausländeramt, bei der Eröffnung eines Bankkontos, geben Informationen zu Ärzten, Apotheken, Testzentren, helfen bei Einkäufen, Schul- oder Kindergartenanmeldung. Denn immerhin sieben Kindergartenkinder, acht Grundschüler, zwölf Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren und drei Kinder unter drei Jahren sind unter den Geflüchteten. Sieben Wohnungen hat die Gemeinde mittlerweile gemietet, die übrigen Flüchtlinge sind privat untergekommen. Gesucht werde noch ein Hauptkoordinator für das Sachspendenlager, warb die Bürgermeisterin im weitere Unterstützung. Auch informierte sie über den Sprachkurs, der am 7. April beginnt, und darüber, dass es Arbeitsmöglichkeiten gebe, zum Beispiel im Klinikum.

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