Haus Lindenhof baut neue Werkstatt

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Das Gewerbegebiet Breite Nord aus der Vogelperspektive. Im Bereich der Markierung am Siemensring soll der Neubau der Werkstatt für Menschen mit Behinderung umgesetzt werden.
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30 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung sollen im Gewerbegebiet in Mutlangen entstehen. Das Land fördert den Bau dieser Einrichtung mit rund 700 000 Euro.

Mutlangen

Bislang ist dieses Vorhaben in der Gemeinde nicht öffentlich geworden - jetzt bringt das Land es mit seinem aktuellen Investitionskonzept ans Licht: Die Stiftung Haus Lindenhof möchte am Siemensring eine Werkstatt bauen mit Betreuungs- und Förderbereich für Menschen mit Behinderung. Das erklärt Bürgermeisterin Stephanie Eßwein auf Anfrage. Sie kennt das Projekt aus der Konzeption, die die Stiftung für den Grundstückserwerb dem Gemeinderat vorgelegt hatte und weiß deshalb auch, dass Haus Lindenhof schon im kommenden Jahr mit dem Bau beginnen möchte. 687 179 Euro Fördermittel stellt das Land Baden-Württemberg in seinem Haushalt für das Projekt bereit.

„Die Mittel stammen aus dem Landeshaushalt und aus der sogenannten „Ausgleichsabgabe“, erklärt Minister Manfred Lucha. Das sind Abgaben von Unternehmen, die mehr als 20 Arbeitsstellenanbieten, aber nicht die vorgeschriebene Zahl schwerbehinderter Menschen, das sind fünf Prozent der Belegschaft, beschäftigen.

Entstehen sollen in Mutlangen 30 wohnortnahe Arbeitsplätze, hauptsächlich für die Menschen, die in den Wohngruppen in Mutlangen oder Spraitbach leben. Ihnen soll die neue Werkstatt eine wohnortnahe Tagesstruktur bieten. Dazu werden die Menschen mit Behinderung morgens in ihren Wohngruppen abgeholt und zur Werkstatt im südöstlichen Bereich des Limesrings gefahren. Bewusst habe, erzählt Stephanie Eßwein, die Stiftung Haus Lindenhof für den Neubau das Gewerbegebiet als Standort gewählt. Von der Nähe zu den Firmen dort erhoffe man sich Kooperationen. Ebenfalls angestrebt würden diese mit der Gemeinde Mutlangen oder dem Pflegeheim St. Markus, das die Stiftung Haus Lindenhof in Mutlangen betreibt.

Der CDU-Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Schwäbisch Gmünd, Tim Bückner, Mitglied im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration des Landtags, freut sich, dass die Stiftung Haus Lindenhof für ihren Neubau des Förder- und Betreuungsbereichs in Mutlangen nahezu 700 000 Euro an Fördergeldern des Landes erhält. „Teilhabe ist ein Menschenrecht. Das schließt die Teilhabe an Arbeitstätigkeiten mit ein und die Stiftung Haus Lindenhof kommt dem mit seinen Werkstätten und dem Förder- und Betreuungsbereich (FuB) vorbildlich nach. Die Dezentralisierung der Einrichtungen auch um die Stadt Schwäbisch Gmünd herum ist dabei ein weiterer Aspekt, den ich sehr begrüße, da Teilhabe für unsere Mitmenschen mit Behinderung auch in der Fläche gewährleistet sein muss“, sagt Tim Bückner.

Seit 2005 betreibt die Stiftung Haus Lindenhof in einem Wohngebäude im Stauferweg im Nordwesten der Gemeinde Mutlangen eine dezentrale Wohngemeinschaft. Mehrere Menschen mit Behinderung leben unter der Obhut von Betreuerinnen und Betreuern. Dem Konzept entsprechend sind sie so weit wie möglich im Gemeindeleben integriert. Vor Corona bedeutete das, dass zum Beispiel Musikproben oder Gartenfeste besucht wurden oder die Gottesdienste mitgefeiert wurden.

Ich begrüße das Angebot in der Fläche.“

Tim Bückner,, Landtagsabgeordneter

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