Kochduell: Zwei Politprofis unter Dampf beim Mutlanger Dorfsommer

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Foto: Jan-Philipp Strobel
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Mit einem leckeren Menü und flotten Sprüchen begeisterten Bürgermeisterin Stephanie Eßwein und Kollege Michael Rembold am Herd.

Mutlangen 

Da blieb kein Auge trocken: Das Kochduell zwischen Stephanie Eßwein und Michael Rembold auf der Bühne des Dorfsommers sorgte am Sonntagnachmittag für rund drei Stunden beste Unterhaltung. Da zeigte sich, dass beide nicht nur hochkonzentriert am Herd standen, sondern auch noch nebenher das Publikum mit pfiffigen Sprüchen unterhielten.

Unter der Federführung von Profikoch Jürgen Mädger mussten die beiden Kartoffel schnippeln, Karotten schälen, Schweinelendchen mit Backpflaumen bestücken und vieles mehr. „Des isch was fürs Häsle“, hielt Michael Rembold strahlend das Grünzeug hoch, dass von den Karotten getrennt wurde. „Dui Häsla hend ja auch Honger …“ argumentierte er. Und Stephanie Eßwein hatte keine Mühe damit, großzügig mit dem Kirschschnaps umzugehen, als es ums Dessert ging. Moderator und Organisator Robin Kucher musste abschmecken.

Publikum amüsiert

Das Drei-Gänge-Menu sah als Vorspeise marinierten Alb-Linsensalat vor. Zum Hauptgang wurden Ostalblendchen mit Creme-Fraiche-Soße und Schupfnudeln kredenzt. Krönender Abschluss war das Dessert mit einer Mutlanger Kirschtorte im Glas. Dank der fleißigen Hände der ehemaligen Miniköche Lilly, Timea und Yann sowie Yannis gelang es den beiden Duellanten am Herd denn auch, in der Zeit die jeweilige Speise zu liefern. Hie und da gab es einen Tipp von Profi Jürgen Mädger. Dass Gelassenheit sein zweiter Vorname ist, bewies Michael Rembold. Denn als das Karamell für die Möhrchen eine verdächtig schwarze Farbe bekam, und Moderator Robin Kucher feststellte: Aus der Waldstetter Ecke riecht es verbrannt“, zuckte Rembold lediglich die Achseln und kündigte an: „Mach mer halt nochmal.“

Immer wieder amüsierte sich das Publikum über die Feststellungen und Witze des Waldstetter Schultes, der den ganzen Teigklumpen für die Schupfnudeln hochhielt und meinte: „Schee, mir send ferdig.“

Wiederum die Mutlanger Bürgermeisterin Stephanie Eßwein zeigte deutlich an ihrer Liebe zum Detail, dass sie tatsächlich am Herd klar kam.

Wenn das Publikum dachte, dass es sich gemütlich zurücklehnen und anderen bei der Arbeit zusehen kann, hatte es sich getäuscht. Manches Spiel war ins Kochduell eingebaut worden, etwa das Herstellen einer Wasserbrücke, damit es auf der Bühne genug Wasser für die Schupfnudeln gab. Doch kein Problem, Freiwillige fürs Team Waldstetten und Team Mutlangen waren stets sehr schnell gefunden. Außerdem wurden immer Juroren aus dem Publikum gewählt, die die Speisen nicht nur unter die Lupe nahmen, sondern auch verkosteten. Außergewöhnlich auch der Service fürs Publikum, verteilten doch Landtagsabgeordneter Tim Bückner (CDU) und Bundestagskandidatin Dr. Inge Gräßle (CDU) eifrig „Probiererle“ unter den Zuschauern.

Zwei Gewinner

Das Kochduell war eine runde Sache und kam bestens an. Rembold fing gar das Reimen an und stellte fest: „Willst Du froh und glücklich sein, musste du Koch beim Mädger sein.“ Allerdings gestand er auch, dass er mächtig unter Druck stehe. Grund: Gattin Pamela saß im Publikum. „Bin ich zu schlecht, schimpft sie, bin ich zu gut, muss ich künftig daheim kochen“, erklärte er die Zwickmühle.

Bürgermeisterin Stephanie Eßwein gewann die Küchenschlacht. Doch Meister der flotten Sprüche wurde Michael Rembold.

Bin ich zu gut, muss ich künftig daheim kochen.“

Michael Rembold,, Bürgermeister
Foto: Jan-Philipp Strobel
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