„Krasse Hanglage“ oder mit Umweg

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Radweg Mutlangen
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Noch immer ist der Lückenschluss der Radverbindung in Richtung Rehnenhof und Wetzgau in der Planungsphase. Was als Anregung noch im Raum steht und wie es weitergeht.

Mutlangen

Immer wieder sind sie Thema im Gemeinderat, die Radwege im und rund um Mutlangen. Wichtiger Teil des Konzepts sind dabei die direkte Anbindung nach Schwäbisch Gmünd, aber auch die Verbindung Richtung Wetzgau-Rehnenhof.

Gespräche über Lösungsmöglichkeiten laufen seit Jahren. In deren Verlauf wurde die Idee verworfen, den Gehweg entlang der B 298 zu verbreitern und für die Radfahrer mit zu nutzen. Zu gefährlich, stellten die Experten klar. Verworfen wurde auch die Idee, den von unten aus dem Wald kommenden Radweg über die Humboldtstraße zu leiten, und damit ans überörtliche Radwegnetz anzubinden. Zu steil, machten die Praktiker klar.

Im Mai 2021 wurden dann im Mutlanger Gremium diverse Varianten diskutiert, wie der aus dem Tal kommende Radweg über die Gmünder Straße hinaus auf den Rehnenhof und nach Wetzgau geführt werden könnte. Als beste der Varianten hatte sich dabei die mit IIa bezeichnete Lösung herauskristallisiert, wobei es im Bereich des Klinikums noch Kleinigkeiten zu regeln geben würde und nordwestlich der Gmünder Straße eine „krasse Hanglage“ anzutreffen ist und deshalb auch bauliche Eingriffe nötig wären.

Deshalb, erzählt Bürgermeisterin Stephanie Eßwein auf Anfrage, habe man sich in der Verwaltung nochmals Gedanken gemacht und als Anregung formuliert, dass auch der Bestand genutzt werden könnte. Sprich: Der Radverkehr aus dem Tal könnte über die Bühl- und die Blumenstraße durch den Sonnenweg zur Wetzgauer Straße gelenkt werden. Im Vergleich zur direkten IIa-Variante allerdings ein kleiner Umweg.

Die Rückmeldung aus Mutlangen ist angekommen, sagt Stadtsprecher Markus Hermann. In Gmünd liegt nämlich die Planungshoheit für diese wichtige Radverkehrsverbindung, die hauptsächlich auf Gmünder Markung verläuft, weshalb nur die Stadt die entsprechenden Fördermittel beantragen kann. Deshalb werde dieser Radweg auch zur Sprache kommen, wenn an diesem Mittwoch im Bauausschuss das Gmünder Gesamtkonzept Thema ist. Und vielleicht werde er, falls noch Bedarf sei, in einer weiteren Ausschusssitzung gesondert diskutiert.

Grünes Licht für den Baustart könne aber erst gegeben werden, wenn die Mittel aus Stuttgart konkret zugesagt sind, macht Hermann deutlich. Die Basis für diese Zusage liefere das Ingenieurbüro LK&P, das mit der Planung und Antragstellung beauftragt ist. Um im Sonderprogramm Stadt und Land berücksichtigt werden, müsste der Radweg bis Ende 2023 gebaut sein.

Auch der Bestand könnte genutzt werden.“

Stephanie Eßwein,, Bürgermeisterin

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