Mahnung: Nur Abrüstung führt zum Frieden

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Vor der Mutlanger Pressehütte erinnert eine Dokumentation an den erfolgreichen Widerstand gegen die Pershing-Stationierung Anfang der 1980er-Jahre.
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Einstige Pershingstandorte warnen vor Atomwaffen.

Mutlangen. „Wir verurteilen entschieden den völkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine. Das ändert aber nichts daran, dass wir neue Atombomben und Atombomber für Deutschland ablehnen“, bekräftigt Silvia Bopp von der Friedenswerkstatt am Donnerstag in einer Pressekonferenz der Friedensgruppen der drei ehemaligen Pershing II-Standorte Heilbronn, Mutlangen und Ulm/Neu-Ulm. Gemeinsam haben sie einen offenen Brief an die Bundesregierung und die Abgeordneten des Deutschen Bundestags gerichtet, in dem sie fordern die ferngesteuerten US Atombomben des Typs B61-12 nicht in Deutschland zu dulden und den Kauf von dafür zertifizierten US Kampfflugzeugen zu unterlassen. Die Bundesregierung solle die „nukleare Teilhabe“ aufkündigen sowie mit der deutschen Bevölkerung sofort in einen aufrichtigen Dialog treten und dazu alle Aspekte des Einsatzes von US Atomwaffen von deutschem Boden aus offenlegen - ohne vorab Fakten zu schaffen. Noch immer fehle Deutschlands Unterschrift auf dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag, kritisieren die Friedensgruppen und mahnen, ein dauerhafter Frieden sei nur mit Abrüstung und Verhandlungen zu erreichen, nicht mit Aufrüstung. Anke Schwörer-Haag

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