Mit Einsatz und Suppe beim Impfen

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Ehrenamtliche bei Impfaktion in Mutlangen am Dreikönigstag: Denise Steinle, Matthias Wieland, Stephanie Eßwein, Harald Welzel, Inge März und Karin Dauser.
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In zwei Schichten kümmern sich am Dreikönigstag viele Mutlanger ehrenamtlich um 300 Impflinge. Ein Blick hinter die Kulissen.

Mutlangen

Die einen sind bereits zum wiederholten Mal dabei, andere haben Premiere. Alle ziehen an einem Strang und haben das gleiche Ziel vor Augen: Zwischen 10 und 17 Uhr den Aufenthalt für die 300 angemeldeten Impflinge so kurz und angenehm wie möglich zu gestalten. Schließlich ist Feiertag. Schon über zehn Mal wurde das Mutlanger Forum zum Impfzentrum.

Ein Blick hinter die Kulissen: Denise Steinle, Matthias Wieland und Bürgermeisterin Stephanie Eßwein übernehmen die erste Schicht, Inge März, Karin Dauser und Harald Welzel die zweite. Die einen sind Verwaltungsmitarbeiter, andere Gemeinderäte oder Mutlanger Bürger, die sich ehrenamtlich einbringen wollen. „Es gibt viele positiven Rückmeldungen“, berichtet Harald Welzel, der als Betreuer vielfach bei Impfaktionen dabei war. „Ich nehme mir die Zeit“, macht er klar. „Ist eine sinnvolle Aufgabe“, nickt Karin Dauser.

Keine Frage, die Betreuerinnen und Betreuer spenden gern ihre Zeit. Egal, ob sie am Eingang stehen und die Namen ausstreichen, die sich auf den Listen der Angemeldeten finden. Oder im Saal des Forums die Wartenden jeweils den Kabinen zuordnen, in denen am Dreikönigstag zwei Impfteams des Ostalbkreises den Pieks setzen. Auch hier sind trotz Feiertag acht Personen tätig, darunter immer ein Arzt und Krankenschwestern sowie ein Schreibdienst. „Klasse, gut organisiert“, bedankt sich ein Spraitbacher, der aus der Impfkabine kommt. Keine Frage, die Impfaktion wird von Mutlangern, aber auch von Auswärtigen gleichermaßen genutzt. „Man steht nicht ewig in der Warteschlange“, fügt er an. Bürgermeisterin Eßwein, die selbst in ihrer Freizeit bei der Betreuung hilft, nickt. „Deshalb machen wir nur noch nach vorheriger Anmeldung die Termine.“ Wer vor der Zeit kommt, muss entsprechend warten. Alles ist durchgetaktet. Start war um 10 Uhr. „Die Leute kamen bereits um 9.45 Uhr“, erklärt die Bürgermeisterin. Sie mussten noch ein bisschen warten, denn das Impfteam musste sich kurz einrichten und das Betreuerteam vorbereiten.
Zwischendurch gibt es Lob und Dank von den Impfteams. Denn anscheinend ist es nicht immer so, dass Speis und Trank für die Ehrenamtlichen bereit stehen. Am Dreikönigstag wird in Mutlangen Gulasch- oder Kürbiscremesuppe gereicht. Dazu der selbst gemachte Hefezopf von Hausmeisterin Beate Cumpl, die sich ständig kümmert, dass frischer Kaffee fürs ganze Team zur Verfügung steht.

Viele Booster-Impfungen

Um 13 Uhr ist Schichtwechsel für die Betreuer. „Es muss aber auch klar sein, dass das nicht ständig so weiter geht“, verdeutlicht die Bürgermeisterin, dass man nicht ständig auf Ehrenamtliche zurückgreifen könne. „Das muss organisiert werden“, pocht sie auf Entlastung ihrer freiwilligen Helferschar und ihrer Verwaltungsmitarbeiter, die sich um die Anmeldungen auf der Homepage oder der Mutlangen-App kümmern. „Man kann einfach nicht erwarten, dass die Kommunen ewig auf das Ehrenamt zugreifen können.“ Am Dreikönigstag waren die meisten Impflinge bereits zum Boostern, für die dritte Impfung, gekommen. Auch die Zahl der Jugendlichen ab zwölf Jahren sei stark ansteigend, die mit ihren Eltern kommen, beschreibt Eßwein.

Man kann nicht erwarten, dass die Kommunen ewig auf das Ehrenamt zugreifen können.“

Stephanie Eßwein, Bürgermeisterin
  • Der nächste Impftermin im Mutlanger Forum
  • Termin: Einen weiteren Impftermin gibt es im Forum am Samstag, 15. Januar. Geimpft wird von 10 bis 16 Uhr. Das Angebot gilt für Erst- und Zweitimpfungen sowie Booster-Impfungen. Geimpft wird mit Moderna. Nur Personen, die das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, werden gemäß der Stiko-Empfehlung mit Biontech versorgt.
  • Buchen: Termine können über https://mutlangen.appmeetsweb.de/index.php?id=38 ) oder die Mutlangen-App gebucht werden.
  • Mitbringen sollte man den gültigen Personalausweis, die Krankenkassenkarte, den Impfpass, den ausgefüllten Anamnesebogen sowie die Einwilligungserklärung und den Aufklärungsbogen.

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