Mutlanger Vesperkirche bis Freitag geöffnet

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Die Vesperkirche hat bis einschließlich Freitag, 20. Mai ab 11. 30 Uhr ihre Pforten im evangelischen Gemeindezentrum in Mutlangen geöffnet.
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Gemeinsam an Körper und Seele satt werden: An diesem Sonntag wurde die Vesperkirche eröffnet. Ökumenischer Gottesdienst am Samstagabend.

Mutlangen. Lange Zeit war nicht klar, ob man in diesem Jahr überhaupt die Vesperkirche in Mutlangen durchführen kann. Zumindest im Februar, wo sie eigentlich stattfinden sollte, machte die Pandemie einen Strich durch die Rechnung.

Am Sonntag gab es nun doch eine Wiederauflage der Vesperkirche, die am ersten Tag bereits gern angenommen wurde. Ehrenamtliche Küchenteams werden bis einschließlich Freitag jeden Tag ein Essen auf den Tisch zaubern. Sowohl mit einer vegetarischen als auch mit der Fleischvariante. So können wieder gute Gespräche in der Gemeinschaft geführt werden, der Alltag für eine Weile vergessen werden. Täglich kümmern sich rund 25 Ehrenamtliche darum, dass es wieder wie am Schnürchen klappen wird. Und eine Anmeldepflicht besteht nicht. Täglich bis einschließlich Freitag ab 11.30 Uhr sind die Pforten des evangelischen Gemeindezentrums in Mutlangen für die Gäste geöffnet.

Allerdings gab es in diesem Jahr eine Neuerung: Der ökumenische Gottesdienst zur Eröffnung fand nicht am Sonntag mit anschließendem Essen statt, sondern bereits am Samstagabend davor.

Die Vorsitzende des evangelischen Kirchengemeinderats Ursula Bertsch, die auch Prädikantin ist, führte gemeinsam mit dem katholischen Pfarrer Markus Schöndfeld den Gottesdienst durch. An der Orgel bescherte Reiner Kugler den „guten Ton“.

Gute Ökumene

„Ich freue mich, dass sie wirklich stattfindet“, begrüßte Ursula Bertsch die Gottesdienstbesucherschar. „Leben teilen und satt werden ist die Quintessenz der Vesperkirche“, machte sie deutlich. Und passend zu dieser Begrüßung sang die Besucherschar: „Wenn wir das Leben teilen wie das tägliche Brot.“ Auch „Wo zwei oder drei sich in meinem Namen versammeln, bin ich mitten unter ihnen“, wurde gar im Kanon gesungen. Pfarrer Markus Schönfeld stellte in seiner Predigt fest, dass die Mutlanger Vesperkirche seit ihrem bestehen in guter Ökumene durchgeführt wird. „Es hat gleich von Anfang an gut funktioniert.“ Er betonte, dass die Konfession keine Rolle spiele. Es gelte für alle Christen, die Gemeinschaft zu teilen und zu leben sowie zu feiern. Und er erinnerte, dass vieles, was einmal klein begonnen hat, etwas großes geworden ist. Man müsse verbunden sein, den Jesus wolle den Frieden. Er ermunterte alle, das leben miteinander zu teilen, dies aber nicht ohne Gott zu machen. Schönfeld machte deutlich, dass es schon immer Kriege und Hungersnöte gegeben habe. „Aber die waren immer weit weg.“ Man begreife heute, dass es nur eine Welt gebe. Darum gelte es, jeden Tag für Frieden und Gerechtigkeit einzustehen. Das Motto der Vesperkirche: „Das Leben teilen und satt werden“, sollte für alle Menschen gelten. Passend zu dieser Feststellung wurde: „Herr, gib uns deinen Frieden“, gesungen.

Keine Anmeldung nötig

Die Vesperkirche hat bis einschließlich Freitag, 20. Mai ab 11. 30 Uhr ihre Pforten im evangelischen Gemeindezentrum in Mutlangen geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Abschlussgottesdienst findet am Sonntag, 22. Mai, um 10.30 Uhr in der katholischen Kirche St. Georg in Mutlangen statt.

Anja Jantschik

Ich freue mich, dass die Vesperkirche wirklich stattfindet.“

Ursula Bertsch,, Kirchengemeinderat

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