Pavillon-Pächter wollen aufhören

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Mutlangen
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Warum die Gemeinde Mutlangen für die Gastronomie am Lammplatz in der Ortsmitte erneut eine Lösung suchen muss. Und was jetzt die nächsten Schritte sind.

Mutlangen

Es ist ein Paukenschlag zum Start ins neue Jahr: Das Pächter-Ehepaar Nadine und Antonio Fragale bittet die Gemeinde Mutlangen, das Pachtverhältnis für den „Pavillon“ am Lammplatz in der Ortsmitte zum schnellstmöglichen Zeitpunkt zu beenden.

„Wir möchten 2022 nicht mehr aufmachen“, sagt Nadine Fragale und verweist darauf, dass die Corona-Pandemie für selbstständige Gastronomen keine einfache Zeit ist. Trotzdem sei es gelungen, das ganze Jahr durchzuhalten. Und sich auch einen zufriedenen Kundenstamm aufzubauen. „Wir konnten die Gäste mit gutem Essen und gutem Service glücklich machen.“ Dafür habe man viel Herzblut und eine beträchtliche Summe investiert.

Aber man habe auch erkannt, dass sich die Vorstellungen der Mutlanger Gemeinde, was die Öffnungszeiten und das Angebot betrifft, zumindest aktuell ohne wirtschaftliche Einbußen nicht umsetzen ließen. „Wir sind an unsere Grenzen gekommen und wollen Unstimmigkeiten vermeiden“, betont Nadine Fragale.

Sie sei enttäuscht, beschreibt Bürgermeisterin Stephanie Eßwein, was diese Hiobsbotschaft zu Jahresbeginn auslöst hat. Sie sei eigentlich davon ausgegangen, dass mit dem Ehepaar Fragale die Idealbesetzung für den Pavillon in der Ortsmitte gefunden wurde. Und sie habe, besonders was die Qualität der Küche betrifft, auch viel Positives gehört. Doch habe das Projekt vor allem pandemiebedingt unter keinem guten Stern gestanden. Corona habe dazu geführt, dass es eigentlich seit Beginn des Pachtverhältnisses vor rund einem Jahr keinen Zeitpunkt gegeben habe, zu dem nicht Auflagen und Beschränkungen den Normalbetrieb gestört hatten. Nicht mal eine offizielle Eröffnung sei möglich gewesen.

Man werde zwar noch Gespräche führen, betonen beide Seiten. Dass diese am Ist-Zustand noch etwas ändern, sei aber unwahrscheinlich.

Nadine und Antonio Fragale werden ihr Weinhaus „Fragaleria“ samt Event- und Veranstaltungsservice auf dem Rehnenhof weiter betreiben.

Die Gemeindeverwaltung Mutlangen wird gemeinsam mit dem Gemeinderat nun die nächsten Schritte überlegen. Die Konsequenz dieser „enttäuschenden Entwicklung“ sei wohl, dass erneut ein Pächter für das „Pavillon“ in bester Lage am Lammplatz in der Ortsmitte gesucht werden müsse, sagt die Bürgermeisterin.

Auch wenn das einen herben Rückschlag darstelle, werde man sich nicht entmutigen lassen und weiterhin das Ziel verfolgen, den Lammplatz als attraktives Herzstück Mutlangens durch die Ansiedlung einer passenden Gastronomie zu beleben. Diese solle ein Treffpunkt für Jung und Alt werden. Und der Lammplatz ganz besonders nach dem Ende der Pandemie ein Ort, an dem sich die Mutlanger zu Veranstaltungen, aber auch zu einem gelebten Miteinander im Alltag treffen können.

„Deswegen werde ich gemeinsam mit dem Gemeinderat alles daran setzen, schnellstmöglich eine Nachfolgelösung zu finden, sagt Bürgermeisterin Stephanie Eßwein.

Wir werden uns nicht entmutigen lassen.“

Stephanie Eßwein,, Bürgermeisterin

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