Sonnenhüte statt Schotterflächen

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Seit fast einem Jahr verstärkt Jana Grimm als Landschaftsgärtnerin das Bauhofteam in Mutlangen. Hauptsächlich kümmert sie sich um die Pflanzflächen in der Gemeinde.
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Warum es im Bauhofteam der Gemeinde Mutlangen jetzt eine Landschaftsgärtnerin gibt und was alles zum Aufgabenbereich der ersten Frau auf diesem Posten zählt.

Mutlangen

Gleich doppelt fällt es auf am Mutlanger Forum. Nicht nur, dass der Eingangsbereich der derzeit hauptsächlich als Impfzentrum genutzten Halle mit hübsch bepflanzten Blumenpyramiden dekoriert ist. Seit einigen Tagen ist auch der gruselige Schotter von den Freiflächen zwischen Gebäude, Vorplatz und Hornbergstraße verschwunden. Noch ist dort zwar kaum mehr zu erkennen, als ein mit Humus vorbereitetes Beet. Aber das lässt hoffen auf eine neue Gestaltung.

„Hinten, zur Wand hin, große Sträucher; nach vorne, in Richtung Straße, niedrige Bodendecker. Und dazwischen Steppensalbei oder Verbenen oder Sonnenhüte“, sagt Jana Grimm, wenn sie nach den Pflanzplänen am Mutlanger Forum gefragt wird. Sonnenhüte sicher, denn die zählen zu den Lieblingsblumen der Landschaftsgärtnerin. Und Sonnenhüte haben, außer fürs menschliche Auge, auch für die Insekten einiges zu bieten. Worauf man, wie der stellvertretende Bauamtsleiter Hans-Peter Brenner deutlich macht, in der Gemeinde großen Wert lege. Nicht zuletzt deshalb wurde für den Bauhof vor knapp einem Jahr zum ersten Mal eine Gärtnerin als Fachkraft eingestellt.

Seitdem wurden die Pflanzflächen erfasst und kartiert und sollen jetzt nach einem extra ausgearbeiteten Pflanzplan bestückt und bewirtschaftet werden. Dabei spielten Faktoren wie die Optik oder die Insektenfreundlichkeit eine Rolle, aber auch die Zeit und das Geld, die in die Pflege investiert werden müssen. „Wenn wir überall Rosen setzen würden, ließen sich die Arbeit nicht bewältigen“, verdeutlicht Brenner das mit einem krassen Beispiel. Aber Steinwüsten sollen es eben auch nicht sein - nicht zuletzt der Umwelt zuliebe.

Jana Grimm, die für die Pflanzpläne zuständig ist, setzt also Schwerpunkte: An den Ortseingängen, am Rathaus, am Mutlanger Forum - da, wo viele Menschen hinkommen - soll es bunt und freundlich sein. Für größere Flächen etwa an der Hornberg- oder der Heidehalle denkt das Team derzeit aber eher in Richtung Wildblumenwiesen, die dann einmal im Jahr abgemäht werden. Was Landschaftserhaltungsverband und Straßenmeisterei am Kreisel in Richtung Lindach eingesät haben, gefällt Hans-Peter Brenner zum Beispiel ziemlich gut.

Und was man sich auch gut vorstellen kann: dass für Gemeindeflächen in den Wohngebieten Patenschaften mit Anwohnern vereinbart werden, die Jana Grimm dann bei ihrer Arbeit unterstützen. Denn die Gärtnerin - übrigens die erste Frau im Mutlanger Bauhofteam - hat gut zu tun mit all den Flächen, die jahreszeitlich passend bepflanzt, gejätet, gegossen werden müssen. Ganz abgesehen davon, dass Jana Grimm im Team natürlich genau so Mädchen für alles ist, wie jeder andere auch. Vom Winterdienst über die Spielplatzkontrolle bis zum Wasserzähler-Ablesen reicht das Einsatzspektrum. „Gerade die abwechslungsreiche Aufgabenstellung ist es, die großen Spaß macht“, meint die gebürtige Herlikoferin dazu. Und dass sie sich wohl fühlt im Team, weil es passt mit den Kollegen. Die ihre Neue natürlich auf gleich für den Feuerwehrdienst angeworben haben. Denn das ist Ehrensache für die Beschäftigten im Mutlanger Bauhof.

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