Toller Auftakt zum Kulturgenuss

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Das Freibier fließt: Nur wenige Hammerschläge brauchte Bürgermeisterin Stephanie Eßwein beim Fassanstich zum Mutlanger Dorfsommer am Freitagabend.
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Mit dem Fassanstich startete am Freitag der Mutlanger Dorfsommer beim Festgelände an der Schule. Eine gut gelaunte Besucherschar applaudierte Jürgen Hörig und Band.

Mutlangen

Sie kann’s noch. Auch wenn der letzte Fassanstich gefühlt ewig lang her ist. Bürgermeisterin Stephanie Eßwein sorgte souverän mit wenigen Hammerschlägen dafür, dass der Zapfhahn im Fass platziert wurde, und das Freibier fließen konnte.

Ein absolut gelungener Auftakt für den Mutlanger Dorfsommer, der die kommenden sechs Wochen, bis 12. September, mit vielfältigem Programm die großen Ferien versüßt. „Es ist mir eine riesengroße Freude, dass wir zusammen Kultur genießen können“, stellte sie bei der Begrüßung fest.

Kraftakt der Verwaltung

Einen wahren Kraftakt hatte die Verwaltung zusammen mit Organisator Robin Kucher seit Anfang Juni gemeistert, um das über 30 Veranstaltungen fassende Programm anbieten zu können. Möglich geworden durch die Bundesstiftung „Neustart Kultur“ sowie einiger Sponsoren. „So ein Angebot ist einmalig und wird es in dieser Form wahrscheinlich nicht mehr geben“, war sich die Bürgermeisterin sicher. Denn die nächsten sechs Wochen werden sich bekannte Größen aus der Musikszene, der Comedy, des Kabaretts und weiterer Sparten in Mutlangen ein fulminantes Stelldichein geben.

Die Hirschbrauerei aus Heubach, die auch das Freibier beim Fassanstich spendiert hatte, braute für diesen Veranstaltungsreigen eigens das „Feschdles Bier“. Ehrensache war es da für Brauereichef Thomas Maier beim Fassanstich persönlich dafür zu sorgen, dass alle Utensilien für diesen bereitlagen. Er stellte strahlend fest, dass dies der erste Fassanstich 2021 für ihn sei. Und hoffte, dass noch einige folgen werden.

Organisator Robin Kucher bot einen kurzen Überblick übers Programm der kommenden Wochen und präsentierte den druckfrischen Veranstaltungskalender des Mutlanger Dorfsommers. Gern wurde dieser von den über 200 Besuchern durchgeblättert und mitgenommen.

Die Veranstaltungen werden jeweils von Mutlanger Vereinen bewirtet. So kann die Vereinskasse trotz zum zweiten Mal ausgefallenem Dorffest aufgrund der Pandemie aufgebessert werden. Zudem sorgen viele Ehrenamtliche dafür, dass vor und hinter der Bühne alles reibungslos abläuft. „Diese Vielzahl an helfenden Händen ist ein wichtiger Baustein für den Dorfsommer“, dankte Stephanie Eßwein. Und machte sogleich Werbung dafür, sich für ehrenamtlichen Dienst beim Dorfsommer auf dem Rathaus bei Robin Kucher zu melden. Mit Blick auf ihn stellte sie fest: „Er hat einfach unglaubliches geleistet.“ Innerhalb von weniger als acht Wochen hatte er das Programm auf die Beine gestellt.

Regen? Kein Problem!

Und so hieß es nach dem Fassanstich zum ersten Mal „Bühne frei“ für die Kultur. SWR-Moderator Jürgen Hörig mit Band, der bereits den digitalen Neujahrsempfang musikalisch umrahmte. Wie flexibel das Publikum war, zeigte sich, als kurze Regenschauer einsetzten: Kurzerhand wurden die Biertischgarnituren eigenhändig unter den überdachten Gang gestellt. Dann setzte man sich wieder hin und genoss im Trockenen die Musik. Zu groß war die Lust auf gemeinsames Musikerlebnis im Freien, als dass ein paar dunkle, undichte Wolken daran hätten was ändern können.

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