Weihe für einen „Allrounder“

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Lange haben die Kameradinnen und Kameraden der Mutlanger Feuerwehr auf ihren neuen Gerätewagen gewartet. Jetzt konnte das ausgezeichnet bestückte Fahrzeug in Betrieb genommen werden. Bürgermeisterin Stephanie Eßwein übergibt symbolisch den Schlüssel.
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Ein Gerätewagen Logistik 2, GW-L2, ist jetzt im Fuhrpark der Mutlanger Floriansjünger zu finden. Knapp 330 000 Euro wurden investiert.

Mutlangen

Sehr lange mussten sich die 66 aktiven Feuerwehrangehörigen rund um Kommandant Daniel Hirsch in Geduld üben, denn pandemiebedingt galt es acht Monate länger auf die offizielle Übergabe zu warten. Aber am Montag konnte endlich die Fahrzeugweihe für den Gerätewagen Logistik 2 - inklusive Segnung der Einsatzkräfte durch die beiden Geistlichen Eleonore Härter und Markus Schönfeld - vorgenommen werden. Ab jetzt können diese mit 300 Pferdestärken zum Einsatz fahren.

Bürgermeisterin Stephanie Eßwein stellte erfreut fest, dass es nach Jahrzehnten nun wieder ein neues Einsatzfahrzeug in Mutlangen gibt. „Und es ist ein kompletter Allrounder“, lobte sie beeindruckt, mit welcher Sorgfalt der Ausschuss sich um die Details der Beladung gekümmert hatte. Die Feuerwehr sei eine Pflichtaufgabe der Gemeinde, erinnerte Eßwein und kündigte an, dass wohl bis Jahresende die neue Drehleiter für Mutlangen ausgeliefert wird. Und, dass der Zuschuss für das neue Hilfslöschfahrzeug, HLF 10, bewilligt ist. „Auf Sie ist immer Verlass“, würdigte die Bürgermeisterin die Floriansjünger, nicht zuletzt, weil mit einem Mutlanger Feuerwehrfahrzeug gespendete Kleidung für die Opfer des Hochwassers in NRW nach Stuttgart zur Sammelstelle transportiert worden war. Nach einem Spendenaufruf der Feuerwehr selbst.

Zurück zum Gerätewagen: Das Fahrzeuggestell kostete 250 000 Euro, zusätzlich wurden 78 000 Euro in Beladung und Rollcontainer investiert. Da, sagte Kommandant Hirsch, gewährleiste hohe Flexibilität bei der Beladung – je nach Anforderung im jeweiligen Einsatz. Das neue Fahrzeug bietet Platz für sechs Einsatzkräfte und ist mit Allrad ausgestattet. Im Fahrerhaus mit Mannschaftskabine befinden sich die Funktechnik, die Ausrüstung für die Mannschaft, ein Erste-Hilfe-Rucksack sowie die Aufladetechnik für Akku-Geräte. Hinter dem Fahrerhaus angebaut sind zwei tiefgezogene Geräteräume für die Ausrüstung für Löschangriffe ebenso wie für einfache Technische Hilfeleistung. Im Kofferaufbau gibt‘s Platz für bis zu sechs genormte Feuerwehr-Rollwagen. Im Alkoven warten Saugschläuche auf ihren Einsatz und mehr. Im Geräteraum auf der Beifahrerseite finden sich unter anderem die Gerätschaften für den Aufbau eines Löschangriffs oder zur Vorbereitung einer Wasserversorgung über lange Strecken. Im tiefgezogenen Geräteraum an der Fahrerseite ist ein Stromerzeuger, Kettensägen samt Schutzkleidung sowie Gerätschaften für technische Hilfeleistung untergebracht. Zudem gibt es im GW-LG2 zwei Schlauchrollwagen. In diversen anderen bestückten Rollwagen werden unter anderem Pumpen und Wassersauger zur Verwendung bei Wasserschäden bereitgehalten. Zusätzlich zur hochwertigen, umfassenden Ausstattung, erlaubt eine LED-Rundumbeleuchtung die Absicherung und das Ausleuchten des Einsatzbereichs.

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