„Wir stehen in Hab-Acht-Stellung“

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Das waren noch Zeiten, als sich die Frauen in St. Markus unbeschwert zum Stricken treffen konnten. Im Bild (v.l.) Anita Nußbaum, Irene Leutner, Margit Hackel, Renate Niemann, Hannelore Pilz, Gerlinde Seyfried, Elke Garvella und Uta Wüst. Archiv-Foto: aks
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Warum die unterschiedlichen Gruppierungen des Vereins Seniorenbegegnungsstätte Mutlanger Forst es kaum erwarten können, bis sie endlich wieder loslegen dürfen.

Mutlangen

Sie hätten Jubiläum feiern können. Seit 25 Jahren gibt es den Strickkreis jetzt in der Begegnungsstätte St. Markus. Vorher haben sich die Mutlanger Frauen rund um Organisatorin Gerlinde Seyfried auch schon lose getroffen, 1995 ihre erste Ausstellung organisiert. „Damals noch in der Gemeindehalle“, erzählt die Frau, bei der die Fäden von Anfang an zusammenliefen. Und die es sehr bedauert, dass nun seit fast 16 Monaten jede für sich ihr kreatives Hobby ausüben muss. „Wochenlang haben wir uns nur telefonisch versichern können, dass alle noch gesund und munter sind.“

Jetzt allerdings schöpfen sie Hoffnung, die Strickerinnen, aber auch die Tänzerinnen und Tänzer, die sich unter dem Dach der Mutlanger Seniorenarbeit vor Corona regelmäßig im Tanzcafé getroffen haben. „Wir sind in Hab-Acht-Stellung“, beschreibt Gerlinde Seyfried und ihre Augen glänzen unternehmungslustig. Denn sie weiß genau, wie wichtig gerade diese sozialen Kontakte untereinander sind für die älteren Menschen.

Genau das, erzählt sie, sei der Grund gewesen, warum vor fast 30 Jahren eine strukturierte Seniorenarbeit in der Gemeinde aufgebaut worden ist. Damals hat Gerlinde Seyfried zusammen mit einigen weiteren Mutlangerinnen den Sozialführerschein gemacht. Mit der im Kursen erworbenen Ausbildung habe man dann im Ort auch etwas auf die Beine stellen wollen, erzählt sie. Bald gab es Seniorennachmittage, den Verein Seniorenbegegnungsstätte Mutlanger Forst samt durchdachtem Jahresprogramm, ein Tanzcafé und eben auch den Strickkreis.

Wobei dessen kreative Mitglieder nicht nur ihr Hobby und das Miteinander pflegen, sondern auch gerne Gutes tun. „2019 haben wir zum Beispiel 1200 Euro spenden können“, erzählt Gerlinde Seyfried. Aus dem Erlös der Verkäufe wurde unter anderem das Bürgermobil unterstützt oder auch die Vesperkirche. Nicht zuletzt um wieder Geld für diese wichtigen Angebote zu erwirtschaften, sind die Frauen erpicht darauf, dass es bald wieder losgeht. Wenigstens einen Kaffeenachmittag mit Verkauf wollen sie organisieren ...

2019 haben wir 1200 Euro spenden können.“

Gerlinde Seyfried,, Organisationsteam

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