Neue Halle angedacht und Wasserdruck untersucht

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Das Schwäbische Technik- und Bauernmuseum Kiemele in Seifertshofen will erweitern. Foto: jan
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Warum Eschach die Weichen für einen Bebauungsplan stellt und wie es mit dem Wasserdruck aussieht.

Eschach. Das Schwäbische Technik und Bauernmuseum Kiemele im Eschacher Teilort Seifersthofen zieht Besucher aus nah und fern an. Jetzt möchte die Linde & Kiemele GmbH eine weitere Halle mit Exponaten bestücken. Dafür vorgesehen ist eine angrenzende Bestandshalle, die bislang als Lagerfläche genutzt wurde, wodurch Lagerkapazität verloren geht. Deshalb stellte man einen Bauantrag für eine neue Halle, die an den Bestand quasi andocken soll. Dieser wurde vom Kreisbauamt negativ beschieden. Grund: Die Fläche, auf der diese neue Halle entstehen soll, befindet sich im Außenbereich.

Bürgermeister Jochen König resümierte in der Gemeinderatssitzung, dass die Behörde nahelegte, einen Bebauungsplan aufzustellen, um so die rechtliche Basis für die neue Halle zu schaffen. Ingenieur Harald Wahl aus Göggingen wurde hierfür ins Boot geholt. Dieser präsentierte in der Sitzung den Entwurf eines Bebauungsplans „Museum Kiemele“, der die Fläche ordnet. Quasi maßgeschneidert auf das Bauvorhaben, auf Kosten der Investoren.

Der Geltungsbereich umfasst rund 1,19 Hektar, informierte Ingenieur Wahl. Zudem werde aktuell eine artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt, das Ergebnis werde im Herbst erwartet, so Wahl. Auch eine Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung erfolge. Hier zeigte sich der Bürgermeister zuversichtlich, dass kein allzu großer ökologischer Ausgleich erforderlich sein werde. Es gebe auf der Fläche, die mit der Halle bebaut werden soll, aktuell nur einen teilweise versiegelten Lagerplatz, also keine landwirtschaftlich genutzte Fläche. Einstimmig fassten die Gemeinderäte den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan. Wahl informierte zudem, dass sich die gesamte Fläche im Flächennutzungsplan als „Sondergebiet“ befinde.

Wasserdruck ebenfalls Thema

Wie sieht’s mit dem Wasserdruck in der Gemeinde Eschach aus? Dieser Frage gingen die Stadtwerke Aalen (Rombachgruppe) auf den Grund, nachdem sich drei Anlieger aus dem Bereich „Steinenbächle“ und „Vordere Höhe“ über zu wenig Druck im Obergeschoss ihrer Einfamilienhäuser beschwert hatten. Rainer Hägele von den Aalener Stadtwerken erläuterte die umfangreichen Untersuchungen. Diese ergaben, dass der vom Gesetzgeber vorgeschriebene Wasserdruck in ganz Eschach erreicht wird, wenn auch an wenigen Stellen nur im unteren Bereich der Vorgabe. König informierte, dass frühere Untersuchungen stets ergeben hatten, dass die Ursache eines zu geringen Drucks immer in den Häusern selbst begründet war.

In den besagten drei Häusern wurden, zusätzlich zum gesamten Wassernetz der Gemeinde, separat hydraulische Berechnungen durchgeführt. Mit dem Ergebnis, dass das Wasser zwar mit genug Druck am Haus ankommt, jedoch dieser sich im Haus selbst abbaut, so Hägele. Etwa durch Abzweigungen in der Hausleitung, durch zu kleine Leitungen oder Winkel-Verlegungen. Er empfahl den betroffenen Hausbesitzern, ihren internen Leitungsverlauf zu überprüfen oder gegebenenfalls eine Druckerhöhungsanlage (1500 bis 2000 Euro Kosten) einbauen zu lassen.

König stellte abschließend fest, dass die Gemeinde ihre Bürgerschaft nachweislich mit genügend Wasserdruck versorge. „Der Gemeinde ist nichts vorzuwerfen.“ ⋌Anja Jantschik

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