Neuer Spielplatz in Eschach wird gut angenommen

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Ein Paradies auch für kreative Kids: der neue Spielplatz.

Hohe Geschwindigkeiten sind weiterhin ein Ärgernis - gemeinsam werden nun Lösungen gesucht.

Eschach. Dass der neue Spielplatz fertig ist, war eine der frohen Botschaften, die Bürgermeister Jochen König dem Gemeinderat und Bürgern bekannt gab. „Außerdem werden einige der heutigen Entscheidungen sich auf die Entwicklung der Gemeinde auswirken“, teilte er zu Beginn der Sitzung mit. Gut besucht sei der Spielplatz und werde von allen Altersgruppen frequentiert. Nur ein Sonnensegel fehle noch.

Ebenfalls ein großer Erfolg sei das Testzentrum in der Gemeindehalle. 997 Personen seien bislang getestet worden – in nur vier Wochen. Und das alles mit knapp dreißig ehrenamtlichen Helfern. Dabei stammten rund 50 Prozent der Getesteten nicht aus der Gemeinde. Zum 1. Juli sei allerdings Schluss damit, denn das Land lasse die Unterstützung zum 30. Juni auslaufen. „Dann gibt es keine Abrechnungen mehr“, bedauert König, „also wird am 30. Juni zum letzten Mal getestet.“

Aber es würden ja sowieso immer weniger Tests notwendig. „Das Echo war positiv“, bilanzierte der Bürgermeister. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass die Helferteams bei schwüler Hitze drei Stunden in Papieranzügen und mit Mundschutz wirken.

Zum Neubau des Kindergartens informierte König, dass der Keller bereits betoniert und die künftige Mensa bereits mit Abwasserrohren und Bodendämmung versorgt sei. „Aber das Bodenniveau musste deutlich angehoben werden, und dazu waren 160 Lkw-Ladungen Schotter nötig.“

Der Feuerwehr sei die Reinigung des Löschteichs zu verdanken, lobte der Bürgermeister, um sich dann den weniger schönen Bekanntgaben zu widmen. Immer wieder würden Sachbeschädigungen begangen. So seien die Wanderwegweiser erneut das Opfer schlechter Streiche. „Witzbolde“ bögen sie in falsche Richtungen und führten so ortsfremde Wanderer in die Irre. Das gelte auch für die Schilder am beliebten Kneipp-Rundwanderweg.

Zum geplanten Blitzer in Kemnaten bemängelte König die geringe Bereitschaft, die dafür benötigten Grundstücke zu Verfügung zu stellen. Jetzt erfolge die Aufstellung an einer ehemaligen Bushaltestelle. „Aber diese Stelle ist nicht so gut“, befand er. Denn da sei die Säule gut sichtbar.

Überhaupt seien hohe Geschwindigkeiten immer wieder Thema. So wurden bei 6628 Messungen etwa festgestellt, dass in einer 30er-Zone rund 65 Prozent geringfügig über der vorgeschriebenen Geschwindigkeit fuhren. Ausreißer gebe es zwar, aber die gefühlt überhöhten Geschwindigkeiten habe es nicht gegeben.

Eine teure Sache für Eschach werde allerdings die Vorschrift, bis 2030 die Lichter der Straßenbeleuchtung insektenfreundlich umzurüsten. „Das sind massive Mehrkosten“, erklärt König. Erfreulich hingegen sei, dass die Zuschüsse zur Kläranlage - die Kosten lägen bei rund 1,5 Millionen – mit 700 000 Euro vollumfänglich genehmigt wurden. Auch die Waldprämie sei mit 4150 Euro eine gute Sache. Private Waldbesitzer könnten hier entsprechende Anträge stellen.

In der seit November wieder zum ersten Mal abgehaltenen Bürgerfragestunde tauchte ebenfalls deutlich wieder das Thema „zu schnelles Fahren“ auf. Für Bürgermeister König auch ein allgemein gesellschaftliches Problem, das mit steigender Zeitnot zunehme. „Wir haben dagegen keine Mittel außer Messungen und Strafen“, teilte er mit. Aus der Bürgerschaft kam der Vorschlag, es noch einmal mit Schwellern zu versuchen. „Aber der Ort der Anbringung muss gemeinsam gefunden werden“, so der Vorschlag. Bürgermeister König zeigte sich einverstanden. In den ersten zwei Ferienwochen soll ein Termin gefunden werden. hp

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