Aus altem Kuhstall soll neuer Wohnraum werden

  • schließen

Obergröninger Gemeinderat beschließt Einbeziehungssatzung für Fach und genehmigt weitere Bauten.

Obergröningen. Schon vor geraumer Zeit wurde der landwirtschaftliche Betrieb einer Hofstelle in Fach aufgegeben. Seit Monaten befasst sich der Gemeinderat mit dem Vorhaben des Besitzers, den einstigen Wirtschaftstrakt abzubrechen, um auf dessen Fundament einen Neubau fürs Wohnen zu erstellen. Dabei handelt es sich um einen ehemaligen Kuhstall. Doch so einfach geht das nicht, wie das Landratsamt als Baurechtsbehörde klarmacht.

Bürgermeister Jochen König erinnerte in der Gemeinderatssitzung in Obergröningen daran, dass das Amt die Voranfrage aus baurechtlichen Gründen abgelehnt habe. Allerdings mit dem Vorschlag, wie man eine rechtliche Basis für den Neubau mit Hilfe einer Einbeziehungssatzung bilden könnte. Für eben dieses Planwerk wurde das Memminger Büro LARS consulting beauftrag. Besagte Satzung kann einzelne Außenbereichsflächen in den Innenbereich einbeziehen, wenn durch die bauliche Nutzung der angrenzende Bereich bereits geprägt ist.

Stadtplanerin Simone Knupfer vom Planungsbüro erläuterte das Planwerk in der Sitzung. Die Flächengröße für die Einbeziehungssatzung ist 2672 Quadratmeter groß und beinhaltet neben der geplanten Neubebauung auf dem bestehenden Fundament des einstigen Stalls auch das Anlegen einer Streuobstwiese sowie eine 311 Kubikmeter fassende Mulde als Retentionsfläche im Hochwasserfall. „Wir hoffen, dass das Landratsamt den Weg so mitgeht“, sagte die Planerin. Bürgermeister König beschrieb: „Die Masse ist da und wir stricken einen Bebauungsplan drum herum.“ Die Gemeinderäte stimmten der Satzung zu. Gemeinderat Jörg Unfried galt als befangen und saß während des Tagesordnungspunktes im Zuhörerraum.

Kein Problem gibt‘s im Teilort Rötenbach, wo eine alte Scheune aufgestockt und in Wohnraum umgewandelt werden soll. Das Vorhaben liegt nicht im Außen-, sondern im Innenbereich. Auch hierfür gab das Gremium grünes Licht. Allgemein wurde begrüßt, dass leer stehende landwirtschaftliche Gebäude umgenutzt werden.

Mit einem „blauen Auge davongekommen“ ist Obergröningen bei den Ausschreibungen für die Tiefbauarbeiten in Sachen Breitband. Das Angebot der Firma Haag-Bau aus Neuler lag mit 1,39 Millionen Euro zwar um neun Prozent über der Kostenberechnung, aber angesichts steigender Preise in der Baubranche wurde dennoch vergeben. Nach der Verlegung des Breitbands und der neuen Wasserleitung im Bereich Herrenfeld-Brandhof wird der der Feldweg geschottert ausgebaut und ertüchtigt. Nötig, da dieser die einzige Zufahrt für den Brandhof-Algishofen während der Bauphase ist. Sonst gäbe es keine Zufahrt.

1000 neue Eichen werden im Obergröninger Wald gepflanzt, wie Revierförster Jörg Vetter bei den Erläuterungen zum Bewirtschaftungsplan 2022 des Gemeindewalds ankündigte. Unterm Strich wirft der Forst 2022 einen Gewinn von knapp 5800 Euro ab. Anja Jantschik

Zurück zur Übersicht: Obergröningen

Mehr zum Thema