Ein sicherer Radweg steht ganz oben

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Potteben, kerzengerade und tendenziell zu schmal: die Landesstraße in Richtung Eschach. Diese müssen alle Radfahrer und auch die Grundschüler, wenn sie mit dem Fahrrad fahren wollen, mit benutzen. Viel zu gefährlich, kritisieren die Bürgerinnen und Bürger. ÌFoto: aks
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Wie lebt es sich in Obergröningen? Wo drückt der Schuh? Das hat diese Zeitung die Bürgerinnen und Bürger gefragt. Was die Teilnehmenden als Anregungen notiert haben.

Obergröningen

Die kleineste selbstständige Gemeinde im Ostalbkreis - und im Ranking dieser Umfrage in den Top Ten! Das ist tatsächlich ein herausragender Wert und sehr spannend, in wie vielen Fragen die Obergröninger Bürgerinnen und Bürger ihrer Gemeinde ein gutes Zeugnis ausstellen: Lebensqualität, Sicherheit und Klimaschutz liegen im Notenbereich über 7, Sauberkeit sogar über 8 und für die Digitalisierung vergeben die Umfrageteilnehmer mit 9,4 sogar Punkte, die nahe an der Maximalnote 10 liegen. Aber - zumindest im Hauptort - auch kaum verwunderlich, nachdem der Gemeinderat mit Bürgermeister Jochen König an der Spitze den Glasfaseranschluss für fast jeden Haushalt auf den Weg gebracht und mittlerweile umgesetzt hat.

Große Übereinstimmung herrscht auch bei den kritischsten Themen, denn im Ort gibt es keine Einkaufsmöglichkeit und keine Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge. Während hier, abgesehen von den niedrigen Punkten, die Obergröninger sich - bis auf eine Ausnahme - nicht weiter kritisch äußern, ist das anders beim öffentlichen Nahverkehr. Hier gibt es viele gleich- oder ähnlich lautende Hinweise: „Die Lebensqualität in unserer Gemeinde wäre um einiges besser, wenn wir mehr an den ÖPNV angebunden wären. Ohne „Taxi Mama“ würden die Kinder oft nicht, oder sehr spät, in die Schule und wieder nach Hause kommen“, heißt es da. Oder: Es wäre schön, „wenn wir besser an den ÖPNV angebunden wären. Das wäre vor allem für unsere Schüler und auch Senioren wichtig, damit man gut in die Stadt, in die Schule oder zum Einkaufen kommt.“ Oder: „Ein nennenswerter ÖPNV, der sich auch nach den Schulzeiten richtet, würde die Gemeinde Obergröningen um einiges attraktiver machen. Ohne Auto ist man in Obergröningen aufgeschmissen!!! Würde gerne mal Frau Baerbock einladen - natürlich ohne Pkw.“

Und noch viel dringlicher ist für die Bürgerinnen und Bürger sichere Radwege, besonders in Richtung Eschach, wo die Kinder zur Schule hingehen und wo es auch die Haupteinkaufsmöglichkeit gibt. Immer wieder kommt der Hinweis, dass direkt auf der viel und schnell befahrenen Landesstraße entlang gefahren werden muss. Gefährlich für Eltern mit Kindern und viel zu gefährlich für Kinder alleine.

Eine sicherere Bushaltestelle, Maßnahmen, die das Schnellfahren unterbinden oder bestrafen, oder ein Zebrastreifen, wie Hohenstadt ihn jetzt im Bereich der Schule hat, sind weitere Anregungen auf der Wunschliste.

Gewünscht wird auch immer wieder ein besseres Sportangebot. Besonders für Kinder, für Jugendliche und junge Erwachsene. Und zum Beispiel auch neue Tore auf dem Sportplatz.

Über allem aber stehen immer wieder die Feststellungen, die auch den Rang unter den Ostalb-Top-Ten-Gemeinden erklären: „Die Gemeinde hat eine tolle Gemeinschaft. Hier wird immer gerne geholfen und gemeinsam Dinge in Angriff genommen.“ Oder auch „Mir gefällt es in Obergröningen wirklich sehr und ich wohne gerne hier. Hier wohnen nette Leute, man kann schön spazieren gehen und es gibt einige Freizeitangebote.“ Ober auch, schlicht und mit Ausrufezeichen am Ende: „Ich finde die Gemeinde toll!“

Alle Ergebnisse finden Sie auf www.tagespost.de/ostalbcheck

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Würde gerne mal Frau Baerbock einladen - natürlich ohne Pkw.“

Ein Teilnehmender

Ostalbcheck: Wer hat mitgemacht? Und wie viele?

An der Online-Umfrage zum Ostalbcheck beteiligten sich insgesamt 11 560 Menschen – eine enorme Resonanz. Aus Obergröningen machten 55 Teilnehmer mit.

Auf einer Skala von 1 bis 10 Punkten konnten jeweils Bewertungen in 15 Themenbereichen vergeben werden. Zumeist gab es dabei jeweils zwei Fragen. Die angegebenen Noten beziehen sich auf den jeweiligen Mittelwert und werden in Bezug auf alle Gemeinden berechnet.

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