Pfarrer Franz Pitzal und Bruno Fuchs helfen im Ahrtal

+
pfarrer franz pitzal

Katholische Kirchengemeinde Renningen unterstützt die Opfer und sucht Verbündete.

Leinzell/Renningen. Mit dem Feuerwehrmann Bruno Fuchs aus Leinzell, der eine Woche lang den flutgeschädigten Menschen vor allem in Kreuzberg im Ahrtal bei Aufräumarbeiten half, hat Pfarrer Franz Pitzal diesen Ort aufgesucht und natürlich auch Sinzig, wohin inzwischen Kontakte bestehen und Hilfe von Renningen geht. Mit 6700 Euro, die die beiden im Gepäck hatten, konnte den besonders notdürftigen Menschen zunächst geholfen werden.

In Gesprächen mit Anke Hupperich, der Ortsvorsteherin von Kreuzberg, und Pfarrer Frank Werner in Sinzig wurden weitere Maßnahmen besprochen. Im Moment ist es besonders nötig, dass es wieder Strom und Trinkwasser in den Häusern gibt. Viele Helfer aus ganz Deutschland sind noch immer bei der Arbeit. Das DRK hat Zelte erstellt, in denen für die Helfer gekocht wird, täglich 200 Essen.

Erschreckend sind die Berichte der Betroffenen: Pfarrer Werner führte die Besucher in Häuser in Sinzig, die bis zur Decke unter Wasser standen. Zu trauriger Berühmtheit gelangte dabei das Seniorenheim, in dem 15 Menschen ums Leben kamen. Selbst die Autobahn ist zerstört, so dass die Stadt noch nicht in gewohnter Weise erreicht werden kann.

In Kreuzberg berichtete eine Frau, wie sie sich in den dritten Stock ihres Hauses flüchtete und von dort verzweifelt dem Steigen des Wassers zusah. Als es zurückging, merkte sie dann, dass am Gartenzaun zwei tote Kinder und ein Mann angeschwemmt worden waren.

Es gibt Plätze am Ort, die leer sind. Vor ein paar Wochen standen dort noch Häuser. Unter der Autobahnbrücke sind hunderte Autos aufgestapelt, die in den Fluten zerstört wurden und als Wrack jetzt zurückbleiben. Ein ganz großes Problem ist auch die Verschmutzung durch Öl. An Häusern wurden Warnvermerke angebracht, dass Öl ausgelaufen ist. Das Öl hat sich mit dem Schlamm vermischt, Kleidung wurde zerstört, das Erdreich ist verseucht, gegen Krankheiten muss vorgebeugt werden. Überall ist also Hilfe notwendig, weshalb die Renninger Kirchengemeinde aktiv bleibt

Zurück zur Übersicht: Schwäbischer Wald

WEITERE ARTIKEL

Kommentare