Platzmangel ist nun Vergangenheit

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Neue Büros für neue Mitarbeiter.
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Das neue Verwaltungsgebäude des Verbands Leintal-Frickenhofer Höhe ist bezogen. Was sich nun für Mitarbeiter ändert und wie sich der Neubau auf die Verwaltungsgemeinschaft auswirkt.

Göggingen/Leinzell

Denkbar eng war das Zeitkorsett, in dem es um die Realisierung des Neubaus des Verbandsgebäudes Leintal-Frickenhofen ging. Im Juni 2021 wurde mit dem Erdmanagement das Projekt gestartet. „Ich war sehr skeptisch, dass der Zeitplan eingehalten werden kann“, beschreibt der Geschäftsführer des Verwaltungsverbands, Wilfried Binder. Zumal Lieferschwierigkeiten bedingt durch die Corona-Pandemie bei Bauvorhaben an der Tagesordnung seien. Doch der Lorcher Architekt Jochen Hermann, der für die Planung und Bauleitung zuständig war, belehrte ihn zusammen mit den Handwerkern eines Besseren. „Es hat wirklich geklappt“, freut sich Binder heute.

Bereits am 24. September 2021 wurde zum Richtfest geladen. Da präsentierte sich bereits die Hülle des in Holzständerbauweise errichteten Gebäudes mit Dach. Es folgte zügig der Innenausbau und seit Frühjahr hatte Binder mit seinen insgesamt acht Mitarbeitern des Verwaltungsverbands Leintal-Frickenhofer Höhe ein Datum im Visier: den 27. Juli 2022. Auf diesen Tag wurde der Umzug terminiert.

Wer jemals in ein neues Eigenheim eingezogen ist, weiß, was das bedeutet: Kartons packen und beschriften. Dann einladen, um diese am neuen Gebäude wieder auszuladen und in die richtigen Zimmer zu tragen. „Ich bin richtig stolz und sehr dankbar auf und über mein Mitarbeiterteam. Es hat alles reibungslos geklappt“, strahlt Binder.

Tatkräftige Unterstützung gab es von insgesamt sieben Mitarbeitern der Bauhöfe aus den Mitgliedsgemeinden. Mit vier Fahrzeugen wurde umgezogen. „Das war interkommunale Zusammenarbeit vom Feinsten“, berichtet der Verbandsgeschäftsführer. Und so können die Dienstleister der Kommunen Iggingen, Schechingen, Leinzell, Göggingen, Eschach und Obergröningen nun in einem modernen und funktionalen Neubau im Gewerbegebiet Leinzell-Göggingen tätig sein. Vorbei ist die „unglaubliche Enge“, es müssen sich die Mitarbeiter nicht mehr auf vier Büros beschränken und die Akten stapeln sich jetzt nicht mehr bis unter die Decke. „Es ist wirklich ein ganz anderes Arbeiten“, zeigt sich Binder zufrieden über das Erreichte. Und sehr dankbar für die Entscheidung aller Verbandsmitglieder, diesen Neubau erstellen zu lassen. Seit 30 Jahren ist er beim Verband – und nun sehr erleichtert. Denn jetzt können auch Praktikanten den Verbandsalltag kennenlernen oder Auszubildende eingestellt werden. Denn das Fachpersonal ist dünn gesät. „Wir können jetzt unseren eigenen Nachwuchs heranziehen“, erklärt Binder. Zwei Stellen werden zudem jetzt ausgeschrieben, man braucht dringend personelle Unterstützung in Sachen gebühren, Steuern und in der Kämmerei. Die Bürokratie stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich, neues gesetzliche Vorgaben gilt es umzusetzen.

Für die Zukunft gerüstet

Energieautark dank Photovoltaik, Wärmepumpe und Energiespeicher, ist das Gebäude für die Zukunft bestens gerüstet und barrierefrei. Zudem könnte durch eine einfach angedockte Erweiterung weiterer Raum geschaffen werden. Und die Registratur, die immer mehr aufgrund der Digitalisierung schrumpfen wird, ist bereits so mit Versorgungsleitungen erschlossen, dass sich darin noch zwei weitere Büros ansiedeln können.

Ein Tag der offenen Tür wird bereits im Verwaltungsrat diskutiert, schließlich will man der Bürgerschaft aus den Verbandsgemeinden zeigen, was mit rund 2,25 Millionen Euro an Kosten alles geschaffen wurde. „Wir sind nicht nur voll im Zeit- sondern auch im Kostenplan.“  Wilfried Binder stellt zudem fest, dass der Neubau eigentlich das größte Geschenk ist, dass sich der Verwaltungsverband selbst machen kann zum 50-jährigen Bestehen. Denn der Verband wurde 1972 gegründet.

Registratur bietet Erweiterungspotenzial.
Ansprechende Farbgebung im Inneren.
Besprechungszimmer.
Der Neubau des Verwaltungsverband-Gebäudes im Gewerbegebiet Leinzell-Göggingen wurde von Geschäftsführer Wilfried Binder (Bild) und seinem achtköpfigen Mitarbeiterteam fristgerecht bezogen.

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