Da vergeht die Urlaubszeit im Nu

+
Herbstlich schön geschmückte Tische, eine mit Kerzen beleuchtete Bühne - und ausreichend Platz, um gemeinsam Gymnastik zu machen. Auf die Tage in der Erlenhalle haben sich viele der Teilnehmerinnen lange gefreut.
  • schließen

Nach langer Pause haben die evangelischen Kirchengemeinden aus dem Schwäbischen Wald wieder zur „Freizeit ohne Koffer“ eingeladen. Was die Teilnehmenden in der Erlenhalle erleben.

Ruppertshofen

Fröhliche Akkordeonmusik schwebt durch die Erlenhalle. 16 Frauen sitzen im und am Kreis und klatschen rhythmisch den Takt - bald hält es die nicht mehr auf den Stühlen - sie fassen sich an den Händen und bilden einen Kreis. Die Gesichter strahlen, die Beine bewegen sich fast von selbst. So lange haben die Seniorinnen aus den Kirchengemeinden im Schwäbischen Wald auf diese Gemeinschaft verzichten müssen. Jetzt genießen sie ihre „Freizeit ohne Koffer“ in vollen Zügen. Und ganz besonders die allmorgendliche Gymnastik unter Anleitung von Erika Englert.

„Ich bin von Anfang an dabei gewesen“, erzählt die heute 85-Jährige mit leuchtenden Augen. Seit es dieses Angebot der evangelischen Kirchengemeinden gibt, kümmert sich Erika Englert um alles, was mit Bewegung zu tun hat. Anregungen bekommen sie von ihrer Tochter Cornelia Kunzmann, die das Programm in den Anfangsjahren teilweise auch angeleitet hatte. „Eigentlich“, erzählt Erika Englert, habe sie diesmal überlegt, „nur“ als Teilnehmerin in der Erlenhalle dabei zu sein. Doch da hat das pastorale Vorbereitungsteam heftig widersprochen. Und noch sei sie ja fit, hat Erika Englert eingelenkt - auch motiviert von der Begeisterung ihrer „Gymnastikmädels“.

Im Nu vergeht die Zeit - und nach einer Pause übernimmt Pfarrer Stephan Schiek die Regie. Erntedank ist sein Überraschungsthema, zu dem die Freizeitteilnehmerinnen einen Impuls hören, gemeinsam rätseln, singen, Geschichten erzählen. Jeden Tag bis einschließlich Donnerstag, gibt es so eine besondere Stunde. An diesem Dienstag ist Pfarrerin Elfi Bauer für den Inhalt verantwortlich, am Mittwoch Pfarrer Uwe Bauer und am Donnerstag Diakon Lars Wittek.

Die anschließend hungrigen Mägen werden vom Küchenteam unter Leitung von Ursula Pfaffner und Margit Waibel mit leckeren Mahlzeiten gestillt, die die Metzgerei aus Durlangen anliefert. Die Mittagspause kann dann individuell für einen Spaziergang, für ein Schläfchen oder zum Spielen genutzt werden. In Vorfreude auf das Unterhaltungsprogramm, das nachmittags wieder alle zusammenführt. Gemeinsam genießt man die Auftritte einer Akkordeongruppe, eines Zauberers und der Jungen Grufties. Und am Abschlusstag wird gebastelt - auch um eine Erinnerung mit nach Hause nehmen zu können, an den schönen Urlaub vom Alltag in der Erlenhalle. „Wer einmal da war, und noch fit ist, kommt eigentlich immer wieder“, sagt Pfarrer Stephan Schiek und bemerkt zugleich, dass diesmal ein Drittel bis ein Viertel „neue Gesichter“ dabei seien - während etliche Dauergäste coronabedingt lieber noch Vorsicht walten lassen.

Zurück zur Übersicht: Ruppertshofen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare