Der einstige Spielplatz soll zum Bauplatz werden

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Ruppertshofen. Über ein Bebauungsplanverfahren soll das rechtliche Fundament dafür gegossen werden, dass aus einem Spielplatz im Bereich „Erlenäcker“ ein Baugrundstück werden kann. Bürgermeister Peter Kühnl informierte am Donnerstag in der Sitzung darüber, dass das zentrale Element des Spielplatzes „kaputt ist und nicht mehr reparierbar“. Es müsse abgebaut werden.

Der Platz sei damit uninteressant. Zudem ginge den Kindern durch den Wegfall dieser 611 Quadratmeter großen Spielfläche nichts verloren, denn der nahe liegende Spielplatz am Jägerfeld soll mit den übrigen Spielgeräten aufgewertet werden.

Eleonore Mangold erkundigte sich, ob die Anlieger von dem Vorhaben im Erlenäcker wissen? Kühnl informierte an, dass die drei Anlieger von der Gemeinde angeschrieben werden. „Auch wenn man das nicht muss.“ Inge Opp wollte wissen, ob diese Umwandlung „rechtens ist“. Hier erklärte der Bürgermeister, dass man eben wegen solcher Rechtsfrage nun ein Bebauungsplanverfahren oder vielmehr das Änderungsverfahren angehe. „Dann wird die Öffentlichkeit mit einbezogen und kann Stellungnahmen abgeben. Wiederum Heinz Weller erkundigte sich, ob der neue Grundstücksbesitzer dann auch für die Erschließung bezahlen müsse – wie die anderen Besitzer der Grundstücke im Bereich „Erlenäcker“. Da es für diesen Platz keinen Hausanschluss gebe, werde dieser auf Kosten des neuen Besitzers hergestellt. Wiederum die anteiligen Kosten für den Straßenbau fänden sich im Grundstückspreis wieder, antwortete Kühnl. Die Gemeinderäte waren alle für die Einleitung des Verfahrens zur Umwandlung der Fläche.

Nachdem die Sprösslinge bereits seit geraumer Zeit den neuen Kindergarten bezogen haben, dürfen sie sich nun auf interessante Wochen freuen. Grund: Die Gemeinderäte vergaben am Donnerstag die Landschaftsbau-Arbeiten für den Außenbereich. Zum einen für die eigentliche Gartengestaltung mit Rutsche, Sandkasten, Vogelschaukel und Co. Zum anderen für die Pflasterarbeiten. Etwa im südlichen Bereich, unter der Überdachung. „Dann können die Kinder auch bei Regen ins Freie“, erklärte Planer Armin Stütz. Wiederum die Bepflanzung wird erst im Herbst vorgenommen. Kühnl informierte, dass die Kinder aktuell noch das Außengelände des einstigen Kindergartens Pfiffikus nutzen. „Das klappt prima“. Insgesamt gibt die Gemeinde rund 110 000 Euro für die Gestaltung des südlichen Außenbereichs, inklusive einer Zaunanlage, aus. Die Arbeiten wurden an die Mutlanger Firma Jembrih vergeben. Gestartet werden soll in Kürze.

Bürgermeister Kühnl bemerkte, dass im westlichen Bereich, in dem sich momentan die geschotterten Parkplätze befinden, noch Grundstücksverhandlungen ausstehen. „Wir wollen uns mehrere Optionen offenhalten“, machte er klar.

Hohe Förderung für Kanäle

Tiefschürfend wurde der Sitzungsinhalt, als es um Kanalsanierungen ging. Kämmerer Andreas Steidle informierte die Gemeinderäte darüber, dass Ruppertshofen in den Genuss von 80 Prozent Fördermittel für Sanierungen in den Bereichen Tonolzbronn und Hönig komme. Der Zuwendungsbescheid liege vor. Bei Kosten von rund 120 000 Euro verbleibe so ein Eigenanteil für die Gemeinde von 24 000 Euro. Weiter, werden nun auch die Zuschussunterlagen für den nächsten Sanierungsabschnitt für Kanäle in Ruppertshofen-Nord vorbereitet. Auch hier möchte man 80 Prozent Zuschuss erhalten für die Gesamtkosten von rund 262 000 Euro.

Ohne Diskussion und einstimmig sprachen sich die Räte für den Verzicht der Elternbeiträge von Kindergarten- und Schulkindern für April und Mai (Lockdown) aus. „Stand heute ist, dass wir keine finanzielle Unterstützung hierfür bekommen“, informierte Steidle. Wiederum die Notbetreuung wird anteilig gefordert.Anja Jantschik

Dann können die Kinder auch im Regen raus.“

Armin Stütz,, zur Planung der Außenanlagen

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