Die Kids haben den Pfiffikus erobert

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Jetzt ist Leben im neuen Kindergarten Pfiffikus in Ruppertshofen. Das Team um Kindergartenleiterin Manuela Stütz ist mit den Mädchen und Jungs aus allen Gruppen in dieser Woche im Asternweg eingezogen.

Die Kindergartenleiterin Manuela Stütz freut sich mit ihrem 15-köpfigen Team und den aktuell 64 Jungs und Mädchen über den wunderschönen neuen Kindergarten "Pfiffikus".

Ruppertshofen

Eröffnungsfest? Aus bekannten Gründen erübrigt sich die Antwort auf diese Frage. Trotzdem soll der neue Kindergarten nicht so ganz sang- und klanglos starten, weshalb Bürgermeister Peter Kühnl und der verantwortliche Ingenieur Armin Stütz die Kinder und ihre Erzieherinnen am Freitag im neuen Pfiffikus besucht haben. Seit Montag herrscht nämlich Leben in der Betreuungseinrichtung.

Der Blick zurück: Im September 2019 haben die Handwerker losgelegt. Die Corona-Pandemie machte es ihnen insgesamt nicht leicht: Zum einen habe es immer wieder Lieferverzögerungen gegeben und zum anderen mussten die Bautrupps so koordiniert werden, dass es wenig Begegnung gab. Und schließlich verhinderte der erneute Lockdown, dass die Mädchen und Jungs am 18. Januar ihren neuen Kindi beziehen konnten. "Es gab wirklich einige Umstände", blickt Peter Kühnl zurück. Doch dies sei jetzt vergessen, freut er sich über das Kinderlachen, das aus den Gruppenräumen dringt.

Sei erwähnt, dass der gesamte Kindergarten bereits komplett eingerichtet war, als die Kinder das Gebäude am Montag stürmten. Das Betreuungsteam um Einrichtungsleiterin Manuela Stütz hatte nach Dreikönig kräftig die Ärmel hochgekrempelt und Spielsachen, Mobiliar und vieles mehr vom alten in den neuen Kindergarten umgezogen.

Da waren auch privat organisierte Transporter im Einsatz, an allen Ecken und Ende wurde emsig eingeräumt. "Jetzt ist alles da", freut sich Manuela Stütz. Und macht deutlich, dass man dies Herausforderung während des Betriebes nicht hätte stemmen können. So hatte für den neuen Kindergarten die Pandemie letztlich noch etwas Gutes.

"Nur Kleinigkeiten stehen noch an", verweist Armin Stütz darauf, dass etwa noch Glastüren mit Folie versehen werden. Aber der Rest sei fertig. Aktuell wird das Essen für die Kindergartenkinder angeliefert.

Ich bin begeistert – auch vom ganzen Team.

Peter Kühnl, Bürgermeister

Die Grundschüler werden erst später, wenn die Pandemievorgaben es zulassen, ebenfalls ihr Mittagessen im Kindergarten Pfiffikus erhalten. Für diese Kombi-Nutzung gab's einen Zuschuss aus der Schulbauförderung. Alles in allem wurde der 2,7-Millionen-Euro-Bau mit rund 1,1 Millionen Euro gefördert. Die übrigen 1,7 Millionen Euro muss Ruppertshofen allein schultern. Die Ausgaben werden auf zwei Jahre im Haushalt gestreckt, wie Bürgermeister Peter Kühnl informiert.

Amüsiert erzählt Manuela Stütz eine Anekdote: Sie wollte am ersten Tag den Kindern in aller Ruhe die neuen Räume erklären. Doch die winkten ab und bemerkten: "Brauchst nix sagen, wissen wir doch." Denn es stellte sich heraus, dass wohl alle Kinder zusammen mit ihren Eltern zuhause den Videofilm angeschaut hatten, den die Leiterin ins Netz gestellt hatte. Dafür hatte Manuela Stütz selbst die Kamera in die Hand genommen und war durch alle Räume gewandert. Mit entsprechenden Erklärungen. Bürgermeister Kühnl lobt begeistert das Engagement des kompletten Teams im Kindergarten. Da sei dieser Videofilm nur eines von vielen Beispielen. Noch dürfen die drei Gruppen coronabedingt nicht durchmischt werden. Aber alle freuen sich schon sehr auf den Tag, ab dem im Bewegungsraum getobt, in der Mensa gegessen und im Außenbereich zusammen gespielt werden kann.

Apropos Außenbereich. Aktuell wird noch das Außengelände des alten Kindergartens genutzt, der ganz in der Nähe ist. Denn am Neuen werden zurzeit die Ausschreibungen vorbereitet, um dann nach der Vergabe loslegen können, sobald die Witterung passt. Die Spielgeräte des alten Kindergartens werden umgezogen, und Neues wird sich hinzugesellen. Zudem wird das Außengelände kindgerecht modelliert. "Es entsteht eine Art Schlittenhügel", erläutert Planer Armin Stütz eines der vielen Details.

Und ganz am Ende soll eben doch gefeiert werden: Das ganze Kindergartenteam hofft, dass im Sommer ein Tag der offenen Tür möglich ist, bei dem sich die Gäste in Ruhe die neuen Räume ansehen können.

Info. Der neue Kindergarten Pfiffikus kostet 2,7 Millionen Euro. Dafür gibt's 1,1 Millionen Fördermittel vom Land. Drei Gruppen sind entstanden, die provisorische Kleingruppe konnte aus Birkenlohe wieder zurück nach Ruppertshofen ziehen. Platz gibt‘s für 70 Kinder. Die Mensa wird gemeinsam mit den Grundschülern im Schichtbetrieb genutzt. Auf der Ruppertshofener Internetseite gibt‘s einen Link, der einen virtuellen Rundgang durchs Gebäude ermöglicht.

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