Einzug ist zum Jahreswechsel geplant

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Bürgermeister Peter Kühnl präsentiert die Mensa im neuen Kindergarten in Ruppertshofen. Zum Jahreswechsel ziehen die Handwerker aus und die Kinder ein.

Etwa sechs Wochen Bauverzögerung wegen Corona-Pandemie beim Kindergarten in Ruppertshofen. Die Kosten liegen im Plan. Stromversorgung ist am Donnerstag Thema im Gemeinderat.

Ruppertshofen

Zufrieden blickt Bürgermeister Peter Kühnl auf den Neubau, an dem an allen Ecken und Enden Handwerker ihrer Arbeit nachgehen. Auf dem Dach ist teilweise die Grundlage für die extensive Begrünung geschaffen. Die Fenster sind installiert und im Innenbereich trocknet der Estrich. Die Vorinstallationen in den Sanitärbereichen zeigen sich und von den Decken hängt mancher "Kabelsalat" nach unten. An der Fassade wird die Holzverkleidung angebracht. Ursprüngliches Ziel war, dass im November eingezogen werden kann. Doch Bürgermeister Peter Kühnl verweist auf Material-Lieferschwierigkeiten im Frühjahr, bedingt durch die Corona-Pandemie. "Wir haben fünf bis sechs Wochen verloren. Das können wir nicht mehr aufholen", bedauert er. Somit ist nun der Jahreswechsel als Umzugstermin für das elfköpfige Erzieherinnenteam und den Nachwuchs in den Fokus gerückt. Wobei eine Einweihungsfeier wohl erst im Spätfrühling stattfinden kann. Wegen Corona. Und auch die Außenanlagen müssen erst noch im Frühjahr erstellt werden. Inklusive Bepflanzungen.

Viel zu eng ist der aktuelle Gemeindekindergarten Pfiffikus geworden. "Durch diesen Neubau verdoppeln wir die Platzanzahl auf rund 70 Plätze." Bislang gibt's im Pfiffikus lediglich eine Gruppe plus eine Kleingruppe. Im Neubau gibt's dann drei Gruppenräume. Eine Machbarkeitsstudie von Planer Armin Stütz aus Mutlangen hatte seinerzeit gezeigt, dass am jetzigen Standort aus Platzmangel und organisatorischen Gründen keine Erweiterung des Bestands Sinn machen würde. "Allein das Anmieten von Containern hätte uns rund 120 000 Euro gekostet", erklärt Kühnl.

Jetzt sieht man beim Durchgang, was entsteht. Es präsentieren sich auf rund 2400 Quadratmetern Grundfläche die drei Gruppenräume, in denen jeweils eine zweite Spielebene integriert wird. Es gibt einen Werkraum, drei Schlafräume, Besprechungszimmer und gleich neben dem Eingang links das Büro der Kindergartenleiterin Manuela Stütz. Die Mensa ist sowohl für die Schulkinder als auch für die Sprösslinge des Kindergartens ausgelegt. "Zum Start werden 64 Schulkinder und bis zu 25 Kindergartenkinder das Angebot des Mittagstisches annehmen", erklärt Kühnl. Und mutmaßt, dass "die Tendenz steigend ist".

Der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei rund 1,5 Millionen Euro. Zusätzlich kommen 1,1 Millionen Euro aus dem Landestopf für finanzschwache Kommunen, aus der Fachförderung und aus dem Topf "Entwicklung Ländlicher Raum" (ELR). Außerdem gab es noch eine Schulbauförderung.

An diesem Donnerstag, 17. September, ist in der Gemeinderatssitzung ab 19.30 Uhr im Kultur- und Sportzentrum Jägersfeld auch der Strom ein Thema. Denn die vorhandenen 30 Kilowatt genügen nicht. Eine Leitung soll entlang des Feldwegs bis zur Trafo-Station an der Hauptstraße verlegt werden. Nur so kann der Strombedarf der Wärmepumpe, der Lüftung oder auch beispielsweise der Konvektomaten in der Mensaküche gedeckt werden. Der Haupteingang wird an der Nordseite zu finden sein. Wiederum für die Mensa wurde im Süden ein separater Zugang geschaffen. Zufriedenstellend sei der Blick auf die Kosten, denn die Vergaben sind zu rund 90 Prozent erfolgt.

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